Unser Janus Ce:
Schon damals, lange bevor ich überhaupt an die Fliegerei denken
konnte, wollte der Verein einen zweiten Doppelsitzer kaufen. Es sollte
nach alle Überlegungen und Wünschen ein Janus werden.
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 |  | | Startvorbereitungen am Janus |
| Es
wäre damals dann ein Janus B gewesen, denn den grossen mit
Einziehfahrwerk gab es ja noch nicht. Leider hat das damals aber nicht
geklappt, denn finanziell war der recht teure Janus einfach nicht in
der Vereinskasse drin, es fehlten ca. 5.000DM, und gebraucht gab es den
Doppelsitzer auch noch nicht zu kaufen, denn so lange war das Muster ja
noch nicht auf dem Markt, zumal war er ja auch das Non plus Ultra,
weswegen er auch gar nicht angeboten wurde.
Jedenfalls entschlossen wir uns dann dazu in Mindelheim bei der
Firma Grob eine G103 Twin Astir II zu kaufen. Während wir dann
also auf das Flugzeug warteten, haben wir hier alle notwendigen
"Vorbereitungen" für das Flugzeug getroffen. Unsere Metallbauer
und Konstrukteure machten sich an die Arbeit einen Anhänger zu
konstruieren und zu bauen, während sich einige andere sonstigen
Arbeiten wie dem Kullerbau etc. widmeten. Man muss schon sagen, dass der
Anhänger das schärfste ist, was die Segelfliegerei je gesehen
hat, denn der ist so konstruiert und gebaut worden, dass er noch von
einem Golf II mit dem 54PS Diesel gezogen werden konnte.
All die Jahre sind wir hier dann Twin geflogen, mit sehr
unterschiedlichen Meinungen über das Flugzeug. Das würde
jetzt aber etwas den Rahmen sprengen. Einige haben ihn geliebt, andere
gehasst. Er hat halt seine Nachteile, aber eben auch unschätzbare
Vorteile.
Im Jahr1999 über Weihnachten war es dann so, dass unser einer
Werkstattleiter in die Werkstatt kam und einen Ausdruck aus dem
Internet mit dabei hatte, in dem ein Janus Ce angeboten wurde. Man war
dann doch einhellig der Meinung, dass das schon etwas für uns alle
wäre, und so wurde schnell eine erweiterte Vorstandsversammelung
einberufen, in der beschlossen wurde, den Janus anzugucken und bei
Gefallen zu kaufen. Während dann ein Teil losfuhr um den Janus zu
begutachten, kümmerten sich andere um die Veräusserung des
Twins.
Abschliessend kann man jetzt mal vorwegnehmen, dass beide Seiten
viel Erfolg hatten. Der Twin ging zu unsere Überraschung zu einem
fantastischen Preis nach Belgien und der Janus war ein absolutes
Top-Flugzeug. Ein toller Zustand, mit absoluter Spitzenausstattung
(Komplette Winter Instrumentierung mit LX5000 FAI vorne und
Zweitanzeige für den hinteren Sitz!) und einem Cobra
Anhänger, von dem das Neue nicht von war.
Der Preis für das Flugzeug war zwar auch ganz ordentlich, aber
in Anbetracht des Zustandes und Ausstattung ging er völlig in
Ordnung.
So fliegen wir hier nun in der Aue einen Wunderschönen Janus, von
dem alle begeistert sind. Und das sich die Investition sehr gelohnt
hat, sieht man einfach daran wenn man die Stunden im Jahr von Twin und
Janus vergleicht.
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 |  | | Man nennt ihn auch Langohr |
| In guten Jahren kam der Twin auf gute 100 Stunden und
er Janus liegt dann bei etwas über 300 Stunden. Es fällt auch
darin auf, dass der Janus eins der ersten Flugzeuge ist, was aus der
Halle ausgeräumt wird, was bei dem Twin nicht gerade der Fall ist.
Unsere „Heilige Kuh“ hat sich jedenfalls bestens in die
Vereinsfliegerei integriert und hat auch schon seine grossen Strecken
erfolgreich nach Hause gebracht.
Ein wahrhaft traumhaftes Flugzeug mit einem beeindrucken Flugbild!!!
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