Unsere Motorsegler
Lange Jahre haben wir bei uns im Verein als Motorsegler diverse Falken geflogen.
Dieser Flugzeugtyp wird im wesentlichen für Gastflüge und just-for-fun Flüge
von den Vereinsmitgliedern oder auch zur Überland-Einweisung von Flugschülern
genutzt.
Zuerst hatten wir einen SF25-C-Falken, die D-KAOG, die wir dann gegen einen
SF25-E-Falken (der mit den langen Klappflächen) getauscht haben. Das ist aber
schon so lange her, dass ich den Tausch nur als kleinerer Stöpsel mitbekommen
habe. Die D-KOOZ (dolles Kennzeichen!!!) habe ich dann aber schon bewusst miterlebt.
Sie war mit einem 60-PS-Limbach ausgerüstet und damit recht schwach auf der
Brust. Die letzten Jahre flogen wir mit eine Dimona HK36.
Nun wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen, denn seit Dezember 2008 steht eine HK 36 TTC in der Aue. Wie sieht die Vorgeschichte aus?
Über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren haben wir uns im Verein Gedanken zur Flugzeugparkentwicklung bei den motorisierten Flugzeugen gemacht. Der Anstieg der Kraftstoffpreise 2008 war ein Grund dafür, ebenso wie unsere Grundgedanke, alles Flugzeugtypen Stück für Stück zu modernisieren. So haben wir 2007 und 2008 diverse Maschinen an den Platz geholt, um uns einen Eindruck von den angebotenen Möglichkeiten machen zu können. Dabei stand bis dato nur fest, dass das neue Muster zum Schleppen geeignet sein sollte, und dass die Technik dem aktuellen Stand zu entsprechen habe. Im Gegenzug sollte die alte Dimona verkauft werden.
Zum Testen hatten wir dann eine 130PS Turbo-G109, eine Dimona, eine WT9 Dynamic und den Eurostar am Platz. Ein neuer, schleppfähiger Falke kam aus diversen Gründen gar nicht erst in Betracht. Auch wenn das Flugzeug nagelneu wäre, ist die Grundkonstruktion doch schon einige Jahrzehnte alt.
Die G109 kam nach dem Probetag nicht in Frage, da man sie nur gebraucht bekommt, sie daher dann auch schon einige Jahre alt ist und also nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Vorteilhaft fanden wir die sehr robuste Bauweise, auch die Schleppleistungen waren in Ordnung, allerdings zählt sie nicht zu den leisesten Vertretern.
Das erste getestete UL, die Dynamic, hat uns sehr überrascht. Fliegerisch sehr angenehm, überzeugende Qualität und sehr ansprechende Schleppleistungen sprachen für sie. Bedenken hatten wir bezüglich des Fahrwerks, das ist aber eigentlich bei fast allen Uls der Fall. Bedingt durch die leichte Bauweise des Flugzeugs, unserem nicht ganz ebenen Platz und dem harten Vereinsbetrieb mit vielen verschiedenen Piloten waren wir bezüglich der Festigkeit nicht ganz überzeugt, obwohl andere Vereine durchweg gute Erfahrungen gesammelt haben.
Für den Eurostar gilt dasselbe wie für die Dynamic, die Schleppleistungen waren allerdings nicht ganz so überzeugend. Sollte der Verein sich aber irgendwann für ein UL entscheiden, so stehen diese beiden Typen sicher ganz oben auf der Liste.
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 |  | | Die Dimona beim Schleppeinsatz |
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Die Super-Dimona mit Dreibeinfahrwerk hat uns dann in allen Punkten überzeugt, zudem ist sie gebraucht zu bekommen. Eine neue Dimona wäre auch eine Möglichkeit gewesen, allerdings fanden wir auf dem Gebrauchtflugzeugmarkt einige vielversprechende Angebote. So wurde beschlossen eine gute Gebrauchte zu suchen. Nach Möglichkeit sollte das Flugzeug wenig Stunden aufweisen, eine TTC sein (also mit Dreibeinfahrwerk) und eine Schleppseil-Einziehvorrichtung haben. Schlussendlich sind wir dann in der Mitte Schwedens fündig geworden. Der Kauf war im Oktober beschlossene Sache, allerdings dauerte es bis kurz vor Weihnachten 2008, bis das Wetter die Überführung in den Südharz zuließ. Die letzten Bedingungen für die Zulassung sind nun abgeschlossen, sodass wir ab 2009 also einen neuen Schlepp-Motorsegler haben. Das Kennzeichen, ein altes bekanntes, D-KAOG!
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 |  | | Frontansicht unserer Dimona |
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