Wenn man einmal mitfliegen will....
ist das eigentlich gar kein Problem. Sie sagen am Startwagen "Ich will mal
mit.." und wir organisieren den Rest. Leider müssen Sie von Ihrer Entscheidung
bis zum Einsteigen meist noch etwas warten. Um zu verstehen wieso (bei der TUI
kaufe ich mir doch auch einfach ein Ticket und steige ein...) sollten Sie folgendes
bedenken: Der LSV Osterode ist erstens nicht die TUI, und zweitens werden
unsere Doppelsitzer in erster Linie zur Schulung junger (na gut, manchmal
sind es auch ältere) Piloten verwendet. Das heißt, daß da eine Horde von Flugschülern
mit den Füßen scharrt und mit dem Lehrer in die Luft will. Wenn da ein Gast
kommt, der mal mitfliegen will, tritt eine
 |  |
 |  | | Ein Gastflug zum Beispiel im Janus |
| Unterbrechung der Schüler-Reihenfolge ein, es muß ein
Pilot gesucht werden (die Lehrer nutzen diese Pause meist zur Erholung) und
der Startablauf gerät durcheinander. Es kann also gut sein, daß Sie schon mal
eine Stunde oder zwei auf Ihren Start warten müssen.
Das sollte Sie aber weiter nicht stören, denn auch Flugschüler brauchen mal
eine Pause. In der Zwischenzeit tut körperliche Betätigung gut: Jeder gelandete
Segelflieger muß zum Startpunkt zurückgeschoben werden und eine sinnvoll helfende
Hand wird dankbar angenommen. Sinnvoll heißt in diesem Zusammenhang: Hängen
Sie sich dicht an die Jungs und Mädchen, die zum Flugzeug gehen und greifen
Sie nur dort zu, wo auch die anderen anfassen. Wenn Sie nicht sicher sind, fragen
Sie. Jeder Schüler wird mit Begeisterung sein Wissen weitergeben - und außerdem:
Sie erfahren bei diesen Gängen über den Platz ganz Wesentliches: Wo ist der
Gelandete gewesen, wie hat er zum Platz zurückgefunden, wie war das Wetter,
mit welchen Schwierigkeiten hat er gekämpft - kurz, Sie kriegen da eine Menge
vom Flair des Fliegens mit. Und jeder der schiebt, gehört auch irgendwie dazu
(selbst wenn er eigentlich nur Gast ist).
Schließlich ist es soweit, Sie sind dran. Ihnen wird Einer oder Eine zugeordnet, der sie zum Flugzeug begleitet, der Sie
 |  |
 |  | | Der Blick vom hinteren Sitz des Janus auf Hattorf |
| anschnallt und der Ihnen die Dinge rundum erklärt. Der eigentliche Pilot ist meistens einsilbig und mit seinen eigenen Geschichten beschäftigt; er hat schließlich dafür zu sorgen, daß Sie richtig in die Luft kommen und das bedarf einfach einiger Vorbereitung. Diese Einsilbigkeit endet in der Regel mit dem Ende des Starts, wenn das Schleppseil ausgeklinkt hat und der eigentliche Flug beginnt. Von da ab können Sie fragen, bis er Löcher im Bauch hat - und er wird auch antworten. Vorsichtig sollten Sie aber immer dann werden, wenn das Variometer-Geräusch vorne vom tieferen paaap-paaaap zum aufgeregt höheren piep-piep-piep wechselt. Dann sind Sie in einen aufsteigenden Bart "gefallen" und der Pilot versucht, den Flieger auf größere Höhe zu bringen... Und dabei sollte man ihn nicht stören, denn es verlängert Ihren Flug.
Natürlich entstehen bei solch einem Flug auch Kosten - am Startwagen wird man Sie über den aktuellen Stand informieren - aber die sind nur selten so hoch wie sie befürchten. Unser Verein gibt bei solchen Gastflügen lediglich die Selbstkosten an Sie weiter - eine höhere freiwillige Spende wird allerdings immer dankbar angenommen.
|