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7.8.2018 - Streckenfluglehrgang beim LSV Kreis Osterode – einmal um die Welt ():

In den vergangenen zwei Wochen fand auf dem Segelfluggelände des LSV Kreis Osterode in Hattorf der Streckenfluglehrgang des DAeC Landesverbandes Niedersachsen (LVN) statt. Zwei Wochen lang wurden 12 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen und sogar aus Belgien von 8 ehrenamtlichen Trainern theoretisch und praktisch im Streckensegelflug trainiert. Das Jahrhundertwetter lies dabei keine Wünsche offen und so konnten in den zwei Wochen Strecken mit über 650km erflogen werden. Für einige Teilnehmer stellten sich dabei neue persönliche Rekorde ein. Alle Flüge zusammen ergaben eine Strecke von fast 50.000km – mehr als einmal um die Welt.
Da Segelflugzeuge ohne eigene Energie fliegen, benötigen sie Thermik um sich in der Luft zu halten. Diese aufsteigende Luftmasse ist der zentrale Antrieb beim Segelflug. Hier setzt der Lehrgang an. Wie nutzt man die Thermik für den geplanten Flug am besten aus. Den Teilnehmern des Lehrgangs wurde bei den vielen Trainingsflügen eine Taktik vermittelt, wie sie zum einen ihre Strecke effizient planen und zum anderen das Wetter richtig lesen und ihren Flugweg dadurch so verlustarm wie möglich gestalten. Geflogen wurde meistens im Team mit einem Trainer und maximal zwei Schülern. Am Morgen eines jeden Tages fand ein Briefing statt, in welchem das Wetter detailliert erläutert wurde und auf dessen Basis dann ein entsprechender Flugweg gewählt wurde. Dann ging es auch schon los. Halle ausräumen, Flugzeuge zusammenstecken und den Start aufbauen. Sobald die ersten Flugzeuge in der Luft waren sammelten sich die einzelnen Trainingsgruppen und flogen gemeinsam von Hattorf ab um ihre Tagesaufgabe zu meistern. Trainer und Pilot stimmten sich während ihres Fluges per Funk über ihre Taktik ab und besprachen das Vorgehen um die Aufgabe zu schaffen.
Eine der größten Aufgaben führte eine Trainingsgruppe von Hattorf aus nach Fulda über die Wasserkuppe nach Titschendorf im Saale-Orla Kreis und zurück in die Aue nach Hattorf. 550 geflogene Kilometer und für Frederick Friebe aus Herzberg sein persönlicher Streckenrekord.
Das hervorragende Wetter ermöglichte dabei unglaubliche Flugleistungen für einen Streckenfluglehrgang, die es so, laut Trainer Harald Dahms vom Hannoverschen Aero Club, seit 1982 nicht mehr gegeben hat. Die Basishöhen, also die Untergrenzen der Wolken lagen meistens über 2000m über Meeresniveau, tageweise sogar bei über 3000m. So ist es nicht verwunderlich, dass die Aufgaben großzügig gewählt wurden und am Ende des Lehrganges eine Gesamtflugstrecke aller Teilnehmer von fast 50.000km zusammen gekommen ist. Von 13 möglichen Tagen wurde an 11 Tagen geflogen und 14 mal wurde eine Strecke von über 500km zurückgelegt.
"Theoretisch hätten wir jeden Tag fliegen können.", so Lehrgangsleiterin Hedwig Schrader aus Holle bei Hildesheim. Jedoch brauchen gerade untrainierte Piloten auch Ruhetage und so wurde an zwei Tagen pausiert. Die Pausen wurden genutzt um den Teilnehmern auch theoretisch neue Aspekte zu vermitteln. So gab es Vorträge zum Thema Teamflug, Außenlandungen, Leewellen und Beladung im Flugzeug.
Streckenfluglehrgänge werden zweimal im Jahr an unterschiedlichen Flugplätzen vom LVN ausgerichtet und bieten besonders jungen Piloten die Möglichkeit sich intensiv mit dem Streckenflug zu beschäftigen und ihre Leistungen zu steigern. Hier geht es um mehr als nur ums Fliegen, Taktik und Voraussicht sind mit die wichtigsten Eigenschaften um einen Flug von 500km und mehr zu absolvieren. Mehr Informationen über den Streckenflug und anstehende Lehrgänge findet man im Internet unter www. daec- lvn.de.

22.7.2018 - Weitere Alleinflüge in Hattorf ():

Die vergangene Woche war wieder eine sehr erfolgreiches für zwei Flugschüler des LSV Kreis Osterode.
Am vergangenen Freitag konnte sich Jona Weinrich (15) aus Giboldehausen freifliegen und am darauf folgenden Samstag Neele Böttcher (15) aus Hattorf. Beide haben ihre ersten drei Alleinflüge, die sogenannte A-Prüfung, erfolgreich abgelegt und somit den ersten und wichtigsten Abschnitt ihrer Ausbildung zum Segelflugpiloten abgeschlossen.

Mit Neele Böttcher hat der LSV zum ersten mal seit 10 Jahren wieder eine Flugschülerin, die ihre A-Prüfung absolviert hat und sich nun alleine im Luftraum über Hattorf bewegt. Die beiden Flugschüler waren erstaunt von der neuen Leichtgängigkeit und dem bessern Steigen ihres Schulungsflugzeuges, wenn der Fluglehrer hinten nicht mehr drin sitzt. Beide Flugschüler nutzten die Ferienzeit um mit Absprache ihres Fluglehrers Wolfgang Barke ihre Ausbildung auch in der Woche fort zu führen. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass beide ihre A-Prüfung in den Sommerferien abschließen konnten und dann in der Schule über ein tolles Erlebnis berichten können.

Die praktische A Prüfung, welche aus drei Platzrunden im Alleinflug besteht, ist das Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zum Segelflugpiloten. Zu Beginn ihrer Ausbildung flogen Weinrich und Böttcher noch mit Fluglehrer in dem Schulungsdoppelsitzer ASK 21. Dabei wurden in der ersten Zeit die Flugmanöver vom Fluglehrer ausgeführt und die Flugschüler fühlten die Bewegungen mit. Nach und nach überlässt der Lehrer dann dem Schüler das Steuer bis dieser das Flugzeug alleine starten und landen kann. Die Alleinflugreife wird durch einen zweiten Fluglehrer bestätigt und so kann der Schüler dann zu seiner A-Prüfung starten.

Beiden Flugschülern wurden nach der Prüfung auch die traditionellen Segelfliegerglückwünsche zu teil.
Nachdem sie das dritte Mal gelandet waren und das Segelflugzeug zurück zur Halle geschoben wurde bekamen beide von ihrem betreuenden Fluglehrer Wolfgang Barke einen großen Blumenstrauß mit vielen Brennnesseln und Disteln überreicht. Dies ist der traditionelle Glückwunsch für angehende Segelflieger um das Feingefühl in der Hand zu schärfen. Alle Vereinskameraden haben sich in der Zwischenzeit versammelt um auch den zweiten traditionellen Glückwunsch zu überreichen - einen Klaps auf den Hintern um das Gespür für Thermik zu verfeinern.
Am Abend konnte dann ausgiebig gefeiert werden und alle Vereinsmitglieder des LSV wünschen Neele Böttcher und Jona Weinrich weiterhin "always happy landings" und viel Erfolg in ihrer Ausbildung zum Segelflieger.

12.2.2018 - A-Prüfung erfolgreich abgelegt ():

Am vergangenen Sonntagnachmittag flog Henning Scholz (40) aus Clausthal im Rahmen seiner Ausbildung zum Segelflugpiloten beim LSV Kreis Osterode seine ersten drei Alleinflüge, die sogenannte A-Prüfung.
Für ihn war diese Prüfung nicht neu, denn bereits vor 24 Jahren hatte er schon einmal die Ausbildung zum Segelflieger angefangen und sich damals auch schon freigeflogen, wie es in der Segelfliegersprache heißt. Jedoch verhinderten private Gründe das damalige Abschließen der Ausbildung und so wurde die Segelfliegerlizenz erstmal auf Eis gelegt. Die Jahre verstrichen, aber der Wunsch des Fliegens nicht. So erwarb Scholz erstmal vor knapp 2 Jahren die Ultraleicht Fluglizenz in Hildesheim und beschloss nun sich dem Segelflug wieder zu widmen. Durch diese Vorgeschichte ist es nicht verwunderlich, das Henning Scholz die A-Prüfung ohne jeglichen Fehler abschloss. Die drei Platzrunden flog er souverän und sauber.

Die praktische A Prüfung, welche aus drei Platzrunden im Alleinflug besteht, ist das Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zum Segelflugpiloten. Zu Beginn seiner Ausbildung flog Scholz noch mit Fluglehrer in dem Schulungsdoppelsitzer ASK 21. Dabei wurden in der ersten Zeit die Flugmanöver vom Fluglehrer ausgeführt und der Flugschüler fühlt die Bewegungen mit. Nach und nach überlässt der Lehrer dann dem Schüler das Steuer bis dieser das Flugzeug alleine starten und landen kann. Die Alleinflugreife wird durch einen zweiten Fluglehrer bestätigt und so kann der Schüler dann zu seiner A-Prüfung starten.

Nachdem Scholz das dritte Mal gelandet war und das Segelflugzeug zurück zur Halle geschoben wurde bekam er von seinem betreuenden Fluglehrer Marius Dreier einen großen Blumenstrauß mit vielen Brennnesseln und Disteln überreicht. Dies ist der traditionelle Glückwunsch für angehende Segelflieger um das Feingefühl in der Hand zu schärfen. Alle Vereinskameraden haben sich in der Zwischenzeit versammelt um auch den zweiten traditionellen Glückwunsch zu überreichen - einen Klaps auf den Hintern um das Gespür für Thermik zu verfeinern.
Am Abend konnte dann ausgiebig gefeiert werden und alle Vereinsmitglieder des LSV wünschen Henning Scholz weiterhin "always happy landings" und viel Erfolg in seiner Ausbildung zum Segelflieger.

30.5.2018 - Segelflieger danken ihrem Ehrenmitglied ():

Am vergangenen Sonntag dankten die Mitglieder ihrem Ehrenmitglied Wolfgang Oesterwind (83, Osterode) für seinen unermüdlichen Einsatz im LSV Kreis Osterode.
Osterwind zieht sich nach 55 Jahren aktiver Mitgliedschaft aus dem LSV Kreis Osterode zurück. Er betont, dass das kein Abschied, aber ein Schlussstrich sei, denn irgendwann wird es Zeit, den Schraubenschlüssel abzugeben. 55 Jahre widmete Osterwind dem Segelflug und besonders dem LSV in Hattorf. Neben Positionen im Vorstand ist sein Wirken geprägt von über 30 Jahren Nachwuchsförderung als Ausbildungsleiter und eigenen fliegerischen Erfolgen im Streckenflug, welchen er auch aktiv im Verein förderte und ausbaute. Oesterwind war maßgeblich am Aufbau der Vereinsgebäude und der Startwinde beteiligt. Sein technischer Sachverstand kam dem Verein in all den Jahren zu Gute und auch heute noch ist er immer zur Stelle, wenn mal wieder etwas überholt, repariert oder neu gebaut werden muss. Ein bewegtes Fliegerleben, auf das der 83jährige stolz zurück blicken kann.
Angemessen Würdigen jedoch kann man so ein Lebenswerk nicht betont Peter Dreier, der erste Vorsitzende des Vereins bei der Dankesrede und hofft, dass Oesterwind dem Verein auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
Dass es dem Verein an Nachwuchs zurzeit auch nicht mangelt zeigte am Sonntag Michel Bothor (18, Herzberg), der seine ersten drei Alleinflüge absolvierte. Die sogenannte A-Prüfung ist die erste Prüfung auf dem Weg zum Segelflieger. Nach überprüfung durch zwei Fluglehrer konnte Bothor zur Prüfung antreten, welche aus drei Platzrunden besteht. Sauber und wie mit der Schnur gezogen flog er die Runden über dem Hattorfer Vereinsgelände. Beachtlich hierbei: er brauchte bis zur Alleinflugreife nur 55 Starts.
Er selbst sagt dazu: "Der Puls ging schon etwas höher und nachdem der erste Start abgeschlossen war, war es nur noch super. Trotzdem war ich voll Adrenalin und konnte es hinterher kaum glauben allein geflogen zu sein. Es war einfach nur cool."
Nachdem er das dritte Mal gelandet war bekam er von seinem betreuenden Fluglehrer Marius Dreier einen großen Blumenstrauß mit vielen Brennnesseln und Disteln überreicht. Dies ist der traditionelle Glückwunsch für angehende Segelflieger um das Feingefühl in der Hand zu schärfen. Alle Vereinskameraden haben sich in der Zwischenzeit versammelt um auch den zweiten traditionellen Glückwunsch zu überreichen - einen Klaps auf den Hintern um das Gespür für Thermik zu verfeinern. Der erste Schritt ist somit geschafft und für Bothor geht die Ausbildung nun weiter mit dem großen Ziel am Ende die Segelfluglizenz in den Händen zu halten.

24.4.2018 - LSV startet mit erstem Platz in die OLC Liga ():

Am vergangenen Wochenende startete für die Segelflieger des LVS Kreis Osterode und alle anderen deutschen Segelflugvereine die OLC Liga. OLC steht für Onlinecontest und bildet neben den zentralen Wettbewerben eine dezentrale Plattform um fliegerische Leistungen zwischen den Piloten und den Vereinen direkt und zeitnah zu vergleichen. Ziel des OLC ist es durch die Dokumentation der Flüge die Außenwirkung des Segelflugsports zu verbessern und durch den direkten Vergleich eine Motivation für Streckenflüge zu schaffen. Wie schon in den Jahren zuvor, gibt es auch dieses Jahr wieder eine Junioren-Wertung "U25". Somit wird auch den Nachwuchspiloten ein attraktiver Einstieg im OLC geboten. Die Verbindung zwischen OLC Landesliga und U25 Landesliga ist fließend.
In der OLC Liga werden die schnellsten 2.5 Stunden eines Streckenfluges der drei schnellsten Flüge des Vereins gewertet und da am vergangenen Wochenende das Wetter in Niedersachsen ausreichte um an der Harzkante für mehrere Stunden zu fliegen, schafften es die Piloten des LSV Kreis Osterode gleich zu Beginn der Liga auf dem ersten Platz der Tabelle zu landen.
Jonas Lüer belegt dabei mit 273 Km und einer Schnittgeschwindigkeit von 109km/h den ersten Platz. Gefolgt von Marius Dreier mit 270km bei 108km/h und Matthias Picht mit 242km und 97km/h.
In der Vereinswertung liegt damit der LSV Kreis Osterode nach der ersten Runde auf Platz 1 gefolgt vom LSV Delmenhorst und dem Hannoverschem Aero Club.
Die OLC Liga Saison dauert 19 Wochenenden. Damit stehen den Piloten noch einige spannende Wochenenden bevor. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter immer mitspielt und der LSV weiterhin an der Spitze der Tabelle bleibt. Weitere Informationen zum OLC finden sie im Internet unter www.onlinecontest.org

3.4.2018 - Saisonstart am Osterwochenende ():

Am vergangenen Karfreitag startete die neue Segelflugsaison für den LSV Kreis Osterode.
Nachdem der Winter nun vorbei ist und die Mitglieder des LSV Kreis Osterode ihn ausgiebig genutzt haben um alle erforderlichen Wartungs- und Pflegearbeiten an ihren Flugzeugen und dem Vereinsgelände durch zu führen, konnte am Karfreitag die ersten Starts der neuen Saison gemacht werden. Zwar gab es mit dem Freitag und Ostermontag nur zwei Tage, an denen das Wetter mitgespielt hat, aber der Anfang ist damit gemacht. Ab jetzt wird wieder jedes Wochenende, an Feiertagen und in den Ferien Flugbetrieb in Hattorf stattfinden. Gäste, Zuschauer und Interessierte sind auf dem Fluggelände in Hattorf jederzeit willkommen.
Viele Stunden Arbeit sind in die Reparaturen und in die Ausbesserung der Flugzeuge geflossen. über die Sommermonate, in denen intensiver Flugbetrieb stattfindet, bleibt es nicht aus dass das ein oder andere Flugzeug kleine Schäden erleidet und so waren die Vereinsmitglieder jedes Wochenende von früh bis spät in der Werkstatt und haben geschraubt, geklebt und poliert. Besondere Aufmerksamkeit wurde dieses Jahr dem Motorsegler des Vereins zuteil, der eine komplette Modernisierung der Instrumentierung und der Technik bekam. Auch die Schleppwinde, welche die Segelflugzeuge in die Luft zieht bekam eine überholung des Motors. Alle Arbeiten wurden von extra ausgebildeten Werkstattleitern überwacht und abgenommen. Somit entsprechen alle Flugzeuge den Vorgaben des Luftfahrtbundesamtes und des Herstellers.
Auch die Flugschüler des Vereins sind fit für die neue Saison. Sie haben den Theorieunterricht im Winter in den Fächern Meteorologie, Technik, Luftrecht, Navigation, menschliches Leistungsvermögen und Verhalten in besonderen Fällen erfolgreich absolviert und zum Teil ihre erste Theorieprüfung geschrieben. Damit steht der weiteren praktischen Ausbildung in diesem Jahr nichts mehr im Wege. Die Planung des diesjährigen Flugplatzfestes ist auch schon in vollem Gange. Zwar findet das Fest erst am 01. und 02. September statt, jedoch zeigt die frühe Planung wie arbeitsintensiv die Vorbereitungen für eine solche Veranstaltung sind. Das reicht von behördlichen Vorgaben und Anträgen, bis zur Buchung der Gastpiloten mit ihren Flugzeugen.

21.2.2018 - Hattorfer Segelflieger auf den Spuren der Geschichte ():

Am frühen Samstagmorgen brachen 27 Segelflieger und Flugschüler von Hattorf aus mit dem Reisebus auf in Richtung Röhn.
Ihr Ziel war das kleine Dorf Poppenhausen unterhalb der Wasserkuppe. Hier befindet sich die Alexander Schleicher GmbH, die älteste Segeflugzeugmanufaktur Deutschlands. In ihr werden seit 1927 Segelflugzeuge produziert. Bei einer Führung durch das Werk konnten die Mitglieder des LSV Osterode so die verschiedenen Produktionsschritte eines Segelflugzeuges direkt miterleben. Von der Form bis zur Endmontage steckt extrem viel Handarbeit in so einem Flugzeug. Bis zu 1000 Stunden Arbeitszeit braucht es bis aus viel Harz und verschiedenen Geweben aus Glas-, Kohle- und Kevlarfasern und unheimlich viel Know How ein Segelflugzeug wird. Daher ist es kein Wunder, dass in dem Betrieb mit 120 Mitarbeitern nur knapp 100 Flugzeuge pro Jahr das Werk verlassen. Tief beeindruckt ging es für die Reisegruppe aus Hattorf nach der Führung weiter mit dem Bus auf die Wasserkuppe hinauf. Ein Besuch der Wasserkuppe gehört für jeden Segelflieger zum Pflichtprogramm, denn kein anderer Berg in Deutschland ist so sehr mit dem Segelflug und seiner Entstehung verbunden wie die Wasserkuppe. Hier haben bereits 1910 Studenten aus Darmstadt erste Flugversuche durchgeführt. Diese sogenannten Röhnindianer um Alexander Lippisch verbrachten das ganze Jahr auf der Wasserkuppe und experimentierten mit verschiedenen Bauweisen und Materialien. So entstand die älteste Flugschule Deutschlands auf dem Berg und nach und nach entwickelte sich die Wasserkuppe zu einem Mekka für die Fliegerei. Heute sind auf dem Berg vier Segelflugvereine, zwei Drachen- und Gleitschirmvereine und eine Flugschule ansässig. Die Mitglieder folgten den Spuren der Geschichte im Segelflugmuseum. Hier befindet sich eine große Anzahl an Unikaten und Raritäten der Fliegerei, wie der "Hol´s der Teufel" welcher von Alexander Lippisch damals als erstes gebaut wurde, sowie das erste Segelflugzeug aus Kunststoff oder ein Flugmodell mit Raketenantrieb – die RRG Raketen Ente – ebenfalls von Alexander Lippisch. Weiter ging es zum Fliegerdenkmal, welches noch für ein Gruppenfoto diente und dann ging es schon wieder zurück Richtung Heimat.
Wer sich jetzt fragt, wieso die Flieger im Winter auf die Wasserkuppe gefahren sind und nicht im Sommer, bei schönerem Wetter, für den gibt es eine ganz simple Antwort: Im Sommer fliegen sie selbst.

30.1.2018 - Herzberger Segelflieger jetzt Mitglied in Landeskader ():

Philipp Lüer (21) aus Herzberg entstammt einer alteingesessenen Fliegerfamilie. Schon sein Großvater war begeisterter Segelflieger im damaligen Herzberger Luftsportverein (damals noch bei der jetzigen Kiesgrube ansässig). In jungen Jahren wurde er schon von seinem Vater Jörg Lüer im Segelflugzeug mitgenommen, da wundert es nicht, dass er dem Leistungsschwimmen mit 14 Jahren den Rücken kehrte und angefangen hat seinen Segelflugschein zu machen.
Zweiter Platz in der gemischten Klasse beim Südniedersachsen Cup 2017, größte geflogene Strecke von 509km, Teilnahme an diversen Lehrgängen und der dritte Platz bei der DMST Junior Challenge – so sieht die bisherige Bilanz dieser, noch jungen, Fliegerkarriere aus. Vielleicht liegt es ja doch im Blut, aber bestimmt gehört auch eine große Portion fliegerisches Können dazu, denn in der kommenden Segelflugsaison gehört Philipp Lüer dem niedersächsischen Junioren Landeskader (genannt D-Kader) an.
Hierbei handelt es sich um eine Fördergruppe für die 15 besten Junioren im niedersächsischen Segelflug, welche Leistungsförderung auf hohem Niveau betreibt. Der D-Kader stellt den Leistungskader des Landesverband Niedersachsen e.V. dar und wird durch die Segelflugkommission ernannt. Die Qualifikation kann über zentrale oder dezentrale Wettbewerbe erfolgen. Unter qualifizierter Anleitung von acht speziellen Segelflugtrainern sollen die Junioren hier ihr Leistungsspektrum sowohl auf ihre Schwächen als auch auf ihre Stärken hin analysieren und dann in gezielten Workshops ihr neu erlerntes Wissen fliegerisch umsetzen Hierzu werden rund um Cheftrainer Steven Dehne (36, B-Trainer, LSV Burgdorf) neben der theoretischen Fehleranalyse und der Ermittlung des aktuellen Leistungsstands auch praktische Trainingslager veranstaltet. Im Mai dieses Jahres trifft sich der D-Kader in Oppershausen (Hannoverscher Aeroclub am Rand der Lüneburger Heide) um sich praktisch auf die kommenden Qualifikationswettbewerbe und die folgenden Meisterschaften vorzubereiten und den Trainingsstand zu optimieren.
Das Fliegen und Nachbereiten der Flüge, das Lernen untereinander, auch aus den Fehlern anderer, steht an oberster Stelle, denn nur so kann man Können und Strategie weiter entwickeln und seine Leistung steigern. Es wird den Piloten ein Raum geschaffen, um auch ungewöhnliche Ideen auszuprobieren, ohne die wertvollen Punkte für die Qualifikation zu riskieren und der Vergleich der unterschiedlichen Strategien bringt dann, während der Nachbearbeitung der Flüge, die neuen Erkenntnisse. Vorausgegangen ist im Dezember das erste Wintertreffen des D-Kaders in Goslar. Die hier beleuchteten Themen reichen dabei von handwerklichen Grundkenntnissen wie z. B. Teamflug, Gegenwindwenden und Endanflug bis hin zu mentalen Fähigkeiten.
Philipp Lüer fliegt im Juni dieses Jahres dann in Landau eine Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Somit hat der LSV Osterode wieder einmal einen ambitionierten und erfolgreichen Segelflieger hervor gebracht.

15.1.2018 - Jahreshauptversammlung des LSV Kreis Osterode (Marcel):

Am vergangenen Samstag trafen sich die Mitglieder des LSV Kreis Osterode zur jährlichen Hauptversammlung im Gasthaus Trüter in Hattorf.
Peter Dreier eröffnete die Versammlung mit einer Gedenkminute an die, im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder, Adolf Wachenhausen und Henry Neubert.
In der Nachbearbeitung der vergangenen Saison stellte sich ganz eines ganz klar raus: Die Saison 2017 war eine schlechte Saison für den Luftsport. Damit ist nicht das wirklich hervorragende Flugplatzfest gemeint, sondern die widrigen Wetterbedingungen, mit denen die Segelflieger über die gesamte Saison leben mussten. Dem Wetter sind auch die mäßigen sportlichen Erfolge auf diversen Wettbewerben geschuldet. Zu wenige Wertungstage und schlechte Grundvoraussetzungen ließen die Sportler 2017 auf den letzten Plätzen landen.
Positives gibt es allerdings auch zu berichten. So konnte der Vorstand den bestehenden Pachtvertrag für das Fluggelände in Zusammenarbeit mit der Realgemeinde um weitere 40 Jahre verlängern. "Somit ist die Zukunft des Luftsports in der Region gesichert." so Peter Dreier.
Es folgte der Bericht des Ausbildungsleiters, welcher den enormen Zuwachs an Flugschülern hervorhob. Der Schnupperkurs im Frühjahr war perfekt und brachte dem Verein den dringend benötigten Zuwachs. Dadurch ergaben sich auch eine Gesamtstartzahl von 1445 Start und eine gesamte Flugzeit von 1068 Stunden. Die größte geflogene Strecke in 2017 hatte Andreas Redlin mit 746km. Im OLC konnten die Hattorfer Senioren ihren ersten Platz in der Landesmeisterschaft verteidigen. In der gesamten Landeswertung belegt der LSV Kreis Osterode damit den 9. Platz von 162 Vereinen).
"2017 verlief Unfallfrei und das wünsche ich mir auch für die kommende Saison", beendete Peter Dreier die Versammlung.
Im Ausblick auf das Jahr 2018 steht neben dem Südniedersachsen Cup in Uslar und diversen Wettbewerben ganz klar wieder das Flugplatzfest Anfang September.

19.12.2017 - Flugschüler beginnen Theorieunterricht ():

Nach dem enormen Zuwachs an Flugschülern im LSV Kreis Osterode begann für diese am vergangenen Wochenende der Theorieunterricht.
Die ehrenamtlichen Fluglehrer bringen den Schützlingen nicht nur das praktische Fliegen bei, sondern unterrichten über den Winter auch die theoretischen Grundlagen der Fliegerei. Hierzu haben sich am vergangenen Wochenende 11 Flugschüler um Fluglehrer Wolfgang Barke versammelt um das erste Unterrichtsfach "Navigation" zu lernen. Dabei geht es um die Navigation mit einer Karte während des Fluges. Die Grundlagen dazu sind das Verständnis von Kompass und Kursen und wie diese zusammen hängen. Der Einfluss des Magnetfeldes der Erde, die Art der Kartenprojektion und das vermessen von Kursen gilt es zu verstehen und zu üben, damit die Flugvorbereitung fehlerfrei gelingt und man sich während des Fluges auch anhand von Karten orientieren kann.
Die Navigation ist nur ein Thema in der theoretischen Ausbildung. In den kommenden Wochen werden die Flugschüler in den Themen Luftrecht, Meteorologie, Aerodynamik, allgemeine Luftfahrzeugkunde, betriebliche Verfahren, Verhalten in besonderen Fällen und dem menschlichen Leistungsvermögen unterrichtet. Für einen Großteil ist es der erste Theorieunterricht im Verein. Diese Flugschüler erarbeiten sich die theoretische A-Prüfung um dann bei ausreichendem Training im Sommer die dazugehörige praktische Prüfung fliegen zu können. Doch manche Flugschüler sind hier schon einen Schritt weiter und erarbeiten sich in diesem Jahr ihre theoretische B oder C-Prüfung, oder sie sind schon mitten in den Vorbereitungen für die Hauptprüfung bei der Landesbehörde in Wolfenbüttel. Für diese Flugschüler steht die ersehnte Pilotenlizenz in greifbarer Nähe.
Neben dem Unterricht beteiligen sich die Flugschüler sehr stark an der jährlichen Winterwartung der Flugzeuge. Hier wird gewaschen und poliert, bis man sich in den Flugzeugen spiegeln kann. So erlernen sie weitere wichtige Fähigkeiten für den Umgang mit einem Segelflugzeug.

8.11.2017 - Segelflieger beenden Saison (Marcel):

Mit einer gemeinsamen Feier am vergangenen Wochenende haben die Segelflieger des LSV Kreis Osterode die Segelflugsaison 2017 beendet.
Es war eine schöne Saison. Tolle Flüge, gute Stimmung und ganz wichtig: Keine Unfälle. Jedoch muss man trotz allem sagen, dass es eine schwierige Saison für die Luftsportler in Hattorf war, denn kaum eine andere Sportart ist so wetterabhängig wie der Segelflug und der vergangene Sommer meinte es leider nicht allzu gut mit ihnen. Es gab deutlich weniger Tage mit idealem Wetter und das spiegelt sich in der Streckenflugbilanz auch wieder. Mit den gemeldeten 144 Flügen und einer Gesamtstrecke von 31832km erreichten die Hattorfer in der OLC Wertung den 9. Platz in Niedersachsen. Es ergibt sich ein Minus von rund 8000 geflogenen Kilometern zum Vorjahr. Im Ganzen nicht schlecht, aber eben auch nicht perfekt.
Rückblickende Highlights der Saison waren die Teilnahme von Falk Pätzold an der Deutschen Meisterschaft in Zwickau, die Gastgruppen, die den Sommer über den Flugplatz besucht haben und natürlich das Flugplaztfest, welches nach einem verregneten ersten Tag am zweiten Tag bei bestem Wetter und guter Stimmung aus allen Nähten geplatzt ist.
Eine erfreuliche Tatsache ergab sich kurz nach dem Flugplatzfest, als der Verein acht neue Flugschüler in seinen Reihen begrüßen durfte. Somit sind zurzeit 16 Flugschüler aktiv im Verein und erlernen das Fliegen. Viel zu tun für die ehrenamtlichen Fluglehrer. Für die Flugschüler wird es im Winter jedoch nicht allzu ruhig, da der nächste Theorieunterricht vor der Tür steht und die Flugzeuge über den Winter wieder auf Vordermann gebracht werden müssen. Das fängt beim Waschen an und endet beim Polieren. Die diversen Schritte dazwischen werden von den technischen Leitern in der Werkstatt überwacht. So vorbereitet kann die neue Saison kommen.

6.6.2017 - SNC war voller Erfolg ():

Der Luftsportverein Kreis Osterode war über das Himmelfahrtswochenende Ausrichter des diesjährigen Südniedersachsen Cups, einem Streckenflugwettbewerb für Anfänger und Fortgeschrittene.
Über vier Tage konnten sich die Teilnehmer aus den niedersächsischen Luftsportvereinen untereinander messen und an zwei Wertungstagen ihr fliegerisches Können unter Beweis stellen.
Wetterbedingt musste der erste Wertungstag am Donnerstag gestrichen werden. Diesen nutzten die Teilnehmer um sich mit der Region und dem Flugplatz vertraut zu machen. Am Freitag wurde von der Sportleitung die erste Aufgabe gestellt. Die Teilnehmer mussten von Gieboldehausen, wo die Startlinie lag, nach Edermünde, weiter zum Inselberg im Thüringer Wald und zurück nach Hattorf. Eine Gesamtstrecke von 230km. Aufgrund der fehlenden Wolken, welche die Thermik und damit die Aufwinde für Segelflieger sicher anzeigen, hieß es für die Piloten Blauthermikfliegen. Dabei wird sich in erster Linie an markanten Bodenmarken orientiert, welche eine eventuelle Aufwindquelle darstellen könnten. Vielen gelang dieses nicht und sie konnten die Aufgabe nicht mit der Rückkehr nach Hattorf vollenden, sondern mussten sich auf der Strecke einen geeigneten Acker suchen um ihr Segelflugzeug sicher zu landen. Auch der dritte Tag verlief nahezu Wolkenfrei und so mussten die Piloten wieder versuchen ihre Aufgabe unter erschwerten Bedingungen zu absolvieren. Dieses Mal ging es von Herzberg nach Sangerhausen und zurück nach Northeim. Von dort wieder in die Aue. Eine Gesamtstrecke von 170km. Auch an diesem Tag ging die Mehrzahl der Teilnehmer frühzeitig auf den Acker, da die Thermik nicht aufzuspüren war. Für jedes Segelflugzeug, welches auf einem Feld oder Acker landete musste ein Team von Hattorf aus aufbrechen um das Segelflugzeug abzuholen. Die großen weißen Anhänger waren daher in dieser Zeit ein markantes Bild auf den Straßen der Region. Der vierte und letzte Tag des Wettbewerbes wurde wieder wetterbedingt gestrichen und so ergaben sich bei der folgenden Siegerehrung folgende Gesamtplatzierungen: In der gemischten Klasse belegten Volker Lenkeit und Andre Borchers vom Ulenflug Peine den ersten Platz, Philipp Lüer vom LSV Kreis Osterode den zweiten Platz und Patrick Adelsberger vom LSV Ithwiesen den dritten Platz. In der kleinen Clubklasse erreichte Thomas Meder vom LSV Witzenhausen den ersten Platz, Timo Rojahn vom LSV Uslar erreichte den zweiten Platz und Mathis Fischer vom LSV Northeim den dritten Platz.
Insgesamt erfolgen alle Teilnehmer zusammen eine Strecke von über 2000km.

18.4.2017 - Osterlehrgang "Ferienflieger" 2017 (Marcel):

Hier der Artikel aus dem Göttinger Tageblatt

1.2.2017 - Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins (Marcel):

Am vergangenen Freitag fand in Hattorf die jährliche Hauptversammlung des LSV Kreis Osterode statt.
Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den ersten Vorsitzenden Peter Dreier und den zweiten Vorsitzenden Bernhard Tecklenburg standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Deutschen Aero Club (DAeC) an. Geehrt wurden: Andreas Brückner für 25 Jahre, Holger Michaelis ebenfalls für 25 Jahre, Rolf Lüer für 40 Jahre und Peter Breme für 50 Jahre. Des Weiteren wurde Karl-August Binder für 46 Jahre Fluglehrertätigkeit und Matthias Picht als B-Trainer vom Landesverband Niedersachsen geehrt.
Auch stand dieses Jahr die Neuwahl des gesamten Vorstandes auf dem Programm. Alle Vorstandsmitglieder konnten bei der Wahl in ihrem Amt bestätigt werden.
Die vergangene Saison war für den LSV sowohl auf sportlicher Ebene als auch in der Vereinsentwicklung eine sehr erfolgreiche. Durch Teilnahmen an diversen Wettbewerben, Besuche diverser Gastgruppen über den Sommer und die sich doch positiv entwickelnde Mitgliederzahl konnte der LSV seinen Ruf als exzellenter Luftsportverein ausbauen. Dreier betonte auch die neuen Möglichkeiten, die sich dem Verein durch die Kreisfusion Osterode Göttingen ergeben können. Schließlich ist der Göttinger Raum jetzt wieder an einen Sportflugplatz angeschlossen und der LSV weiterhin der einzige Luftsportverein mit eigenem Flugplatz im neuen Landkreis.
Für die kommende Saison plant der Verein unter anderem einen Schnupperlehrgang um grade Jugendlichen die faszinierende Welt des Luftsports zu eröffnen. Genauere Informationen werden hierzu noch rechtzeitig bekannt gegeben. Natürlich findet 2017 auch das traditionelle Flugplatzfest auf dem Flugplatz bei Hattorf statt.

23.11.2016 - Sechsmal so hoch wie der Brocken - Jonas Lüer bricht Höhenrekord (Marcel):

Am vergangenen Sonntag stellte Jonas Lüer einen neuen Höhenrekord im Luftsportverein Kreis Osterode auf.
Nachdem die Prüfung der Wetterlage sehr vielversprechend zu sein schien und auf eine Starkwind-Wetterlage für den nächsten Tag hindeutete, packten Jonas und Philipp Lüer am Samstagabend alles Erforderliche für einen ganz außergewöhnlichen Flug zusammen. Dicke Kleidung, Mütze, Sonnenbrille, etwas zum Essen und zwei große Sauerstoffflaschen.
Am Sonntagfrüh war es dann soweit. Der Wind hatte bereits morgens eine Stärke von knapp 50 km pro Stunde und wehte unnachgiebig aus Richtung Osten. Die beiden trafen sich mit ihren Helfern morgens um 9 Uhr am Segelfluggelände des Luftsportvereins Kreis Osterode und schoben den doppelsitzigen Janus aus dem Hanger. Der Schlepppilot prüfte bereits die Schleppmaschine, denn da Segelflugzeuge selten über einen eigenen Motor verfügen, benötigen sie die Hilfe von motorgetriebenen Schleppflugzeugen um in die Luft zu gelangen. Nachdem das Segelflugzeug fertig gecheckt und beladen am Start stand ging es auch schon los. Ganze 44 Minuten dauerte der Flugzeugschlepp in Richtung Brocken. Hier, so hofften die Lüers, sollte sich durch den starken Wind, der im Tagesverlauf in der Höhe immerhin mit 150km pro Stunde wehte, die sogenannte Brockenwelle bilden. Dabei gerät auf der windabgewandten Seite des Brockens die Luft in Schwingung und bildet eine Leewelle aus. In den Steigbereichen dieser Welle können Segelflugzeuge in extreme Höhen vordringen.
Die Welle stand etwas versetzt hinter dem Brocken im Harzervorland um Goslar und Halberstadt. Der ein oder andere Beobachter wird beim Blick in den Himmel die charakteristischen Lenticulariswolken bemerkt haben – Linsenförmige, stationäre Wolken. Diese zeigen die stehende Leewelle an. Mit Steigwerten über vier Meter pro Sekunde wurde das Segelflugzeug nach oben getrieben. Durch stetiges hin- und herfliegen im Aufwindbereich erreichten die beiden Piloten dann ihre maximale Flughöhe von 6882m über dem Meeresspiegel. Ab 3000m benötigten sie für den weiteren Aufstieg ihren mitgeführten Sauerstoff. Ohne diesen sind Flüge in dieser Höhe nicht möglich. Auch werden Freigaben von der Deutschen Flugsicherung (DFS) benötigt, um in diesen Höhen zu fliegen. Schließlich ist dort auch der Linienflugverkehr unterwegs und Begegnungen sollten tunlichst vermieden werden. Aber alles hat gepasst und alle Freigaben wurden durch die Flugsicherung erteilt. So konnte Jonas Lüer als verantwortlicher Pilot seinen persönlichen und den Vereins-Höhenrekord, den er 2014 mit 6086 Metern aufstellte, brechen. Auch sicherte er sich den Höhendiamanten des Deutschen Aeroclubs, welcher ab einer Startüberhöhung von 5000m verliehen wird.
Doch wo es schnell hoch geht, geht es umso schnell wieder runter. Nach 3,5 Stunden Flugzeit machten starke Fallwinde das Zurückkehren auf den Flugplatz unmöglich. So mussten sich die beiden Piloten ein geeignetes Feld in der Nähe von Goslar suchen und dort landen. Durch aufmerksame Anwohner wurden die Polizei sowie die Rettungskräfte alarmiert. Diese konnten jedoch wieder abrücken, da es sich um eine geplante Außenlandung und nicht um einen Notfall handelte. Das Segelflugzeug wurde, durch die angereisten Helfer, vor Ort abgebaut und in einem Anhänger zurück in die Aue zum Flugplatz transportiert. Die beiden Piloten waren zwar durchfroren, aber glücklich über einen ganz speziellen Sonntagasausflug und die erbrachte Leistung.
Der aktuelle Höhenweltrekord im Segelflug liegt bei 15.447m und wurde von Steve Fossett und Einar Enevoldson 2006 in den argentinischen Anden mit einem speziellen Segelflugzeug, der Perlan, erflogen. Aktuell wird versucht mit der Perlan 2 um den Piloten Jim Payne diesen Rekord zu brechen und an die Grenzen der Stratosphäre in 30 Kilometer Höhe zu fliegen.

14.11.2016 - Der „stille Star“ des LSV Kreis Osterode (Marcel):

Vielen in der Region wird der Name Lüer ein Begriff sein. Schließlich gibt es die Dachdeckerei schon seit Generationen in Herzberg. Viele, aber sicherlich nicht alle, werden auch wissen, dass die Familie Lüer maßgeblich am Aufbau des Segelflugs in der Region beteiligt war. Mittlerweile fliegt die dritte Generation auf dem Segelfluggelände in der Aue und es ist an der Zeit einen genaueren Blick auf einen von Ihnen zu werfen, der stets für jegliche Belange des Vereins eingetreten ist: Jörg Lüer.
Jörg Lüer, Jahrgang 1960, ist der zweite Sohn in der fliegenden Dachdeckerfamilie und trat bereits mit 14 Jahren dem Luftsportverein Kreis Osterode bei. Aufgewachsen ist er auf dem alten Segelfluggelände bei der heutigen Kiesgrube Huke. Noch im selben Jahr, also 1975, machte er auf der Rhönlerche, dem damaligen Schuldoppelsitzer, seinen ersten Alleinflug. Wenig später erwarb er den amtlichen Luftfahrerschein und flog fortan mit seinem jüngeren Bruder Rolf erfolgreich mehrere Streckenflugwettbewerbe in Südniedersachsen. Bis 2008 nahm er aktiv am Fluggeschehen teil.
Der LSV Kreis Osterode hat schon immer einen ganz besonderen Stellenwert bei ihm und so war und ist sein Einsatz sowohl für den Verein, als auch für den Segelflug beispiellos. Über vier Jahrzehnte war er unter anderem als Werkstattleiter verantwortlich für die Wartung und Überholung des Flugzeugparks. Er kümmert sich um die Betreuung der Gäste am Flugplatz und setzt sich federführend in der Organisation und Durchführung jedweder Vereinsveranstaltungen ein.
Die gute Seele des Flugplatzes wurde nun jüngst durch einen Vorschlag des Vereinsvorstandes als „Stiller Star des Sportes“ durch den Kreissportbund Göttingen-Osterode geehrt. Neben weiteren Geehrten aus anderen Sportvereinen der Region nahm Jörg Lüer an der Veranstaltung in der Eichsfeldhalle in Duderstadt teil. Auch der LSV möchte sich auf diesem Weg bei Ihm für die jahrelang geleistete Arbeit und Unterstützung bedanken.
Gleichzeitig endet für die Segelflieger aus Hattorf die diesjährige Saison. Am vergangenen Wochenende fand das traditionelle Abfliegen statt. Die Segelflugzeuge gehen jetzt nach und nach in die Winterwartung und das Segelfluggelände wird für die kommende Saison aufgearbeitet. Für die Flugschüler hingegen heißt es jetzt Pauken, denn der nächste Theorieblock steht an und nach erfolgreichem Abschluss können sie nächstes Jahr ihren nächsten Ausbildungsabschnitt fliegen. Jörg Lüer wird auch den Winter über dafür sorgen, dass alle Vereinsmitglieder eine tolle Zeit auf dem Flugplatz verbringen können und sei es nur dadurch, dass er unerwartet den Grill anschmeißt und die fleißigen Mitglieder mit Würstchen versorgt.

21.10.2016 - Schülervergleichsfliegen auf dem Sultmer Berg (Marcel):

Am vergangenen Wochenende machten sich die Flugschüler des LSV Kreis Osterode samt Flugzeug und Helfern auf den Weg nach Northeim zum Nachbarverein auf dem Sultmer Berg um am jährlichen Schülervergleichsfliegen teil zu nehmen.
Sie folgten damit der Einladung des LSV Northeim um sich mit den dortigen Flugschülern zu vergleichen. Diese Art von Wettbewerb dient in erster Linie dem Knüpfen von Freundschaften und zum gegenseitigen Kennenlernen und dem Vergleich des jeweiligen Ausbildungsstandes. Gleichzeitig eröffnet es den Flugschülern die Möglichkeit in ihrer Ausbildung weiter zu kommen, denn auch die Landung auf fremden Flugplätzen will geübt und beherrscht werden.
Die Flugschüler aus beiden Vereinen mussten zusammen mit ihren Fluglehrern bestimmte Manöver fliegen, welche ihrem Ausbildungsstand entsprachen. So zum Beispiel einen Vollkreis mit Kurvenwechsel, einen Seitengleitflug einleiten und drei Ziellandungen in einem speziell markierten Landefeld. Des Weiteren mussten sie sich einer Reihe technischer Fragen unterziehen um auch ihren Stand in der theoretischen Ausbildung unter Beweis zu stellen.
Zwei Punktrichter bewerteten jeden Flug und vergaben Punkte. Am Ende des Wettbewerbes ging Tim Kunert aus Barbis als Sieger hervor. Er erbrachte in der Gruppe der Anfänger die beste Flugleistung. In der Gruppe der fortgeschrittenen Flugschüler ging Tom Schregel vom LSV Northeim als Sieger hervor.
Am Sonntag konnte dann bei strahlendem Sonnenschein die herbstliche Thermik genutzt werden um auf dem Sultmer Berg zu fliegen. So kamen dann neben den Flugschülern und Fluglehrern auch noch die Helfer in Luft. Fliegen kann jeder lernen und wer daran Interesse hat: beide Vereine haben freie Ausbildungsplätze und würden sich über Nachwuchs freuen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lsv- osterode.de und www.segelflug-northeim.de

21.9.2016 - Der erste Schritt ist geschafft (Marcel):

Am vergangenen Sonntag flog Flugschüler Tim Kunert (15) aus Barbis seine A-Prüfung im LSV Kreis Osterode.
Drei sogenannte Platzrunden sind erforderlich um die A-Prüfung zu bestehen. Ein sauberer Start, eine gute Einteilung der Platzrunde bestehend aus Querabflug, Gegenanflug, Queranflug und Endteil und natürlich eine saubere Landung. Dies sind die Bestandteile, welche der Flugschüler dreimal absolvieren muss. Dreimal in die Luft, dreimal ohne Fluglehrer, welcher bisher immer mitgeflogen ist und wenn es nötig war eingegriffen hat. Die A-Prüfung bildet dabei den ersten wichtigen Prüfungsabschnitt in der Ausbildung zum Segelflugpiloten, in welcher die grundlegenden Flugmanöver geprüft werden. Gleichzeitig ist sie für den Flugschüler einer der spannendsten Momente seiner gesamten Ausbildung, da er das erste Mal alleine fliegen darf.
Nach nicht einmal einem Jahr Ausbildung gelang dieser wichtige Schritt Flugschüler Tim, welcher im Oktober 2015 Mitglied im LSV Kreis Osterode wurde und so seine Ausbildung zum Segelflugpiloten begann. Fluglehrer Jens Haepe und Maik Deppe können zu Recht stolz auf ihren Schützling sein.
Sehr souverän und präzise flog Tim Kuhnert die Prüfung. Zur Belohnung gab es hinterher den traditionellen Segelflieger-Glückwunsch: ein Strauß Brennnesseln und Dornen zur Verfeinerung des Gefühls beim Steuern des Flugzeuges nd einen Klapps auf den Hintern von allen anwesenden Vereinsmitgliedern zur Verbesserung des sogenannten Hosenbodengefühls. Letzteres dient dem erfühlen der Aufwinde während des Fluges.
Tim selbst zu seiner Prüfung: „Ich war auf jeden Fall etwas nervös. In der Luft muss man sich halt sehr konzentrieren und man merkt den Unterschied zu einem Flug mit Fluglehrer schon deutlich. Es ist sehr leise und das Flugzeug reagiert viel schneller und wendiger.“
Wer auch Interesse an einer Ausbildung zum Segelflieger hat, kann sich gerne beim LSV Kreis Osterode melden. Es sind noch freie Ausbildungsplätze vorhanden. Weitere Informationen finden sie auch im Internet unter www.lsv-osterode.de

13.8.2016 - Erneute Qualifizierung für Deutsche Meisterschaft (Marcel):

Vom 28. Juli bis 07. August 2016 fand auf dem Flugplatz Roitzschjora nahe Leipzig der Heidepokal statt. Dieser Segelflugwettbewerb dient zur Qualifikation für die im kommenden Jahr stattfindende Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug. Falk Pätzold und Benjamin Josuttis waren vom LSV Kreis Osterode auf diesem Wettbewerb vertreten.
Beide Piloten nahmen bereits im Mai in Jena an einem Qualifikationswettbewerb teil und tauschten für den Wettbewerb in Roitzschjora die Flugzeugklassen. Falk Pätzold qualifizierte sich bereits in Jena für die Deutsche Meiserschaft in der Clubklasse. In Roitzschjora flog Pätzold mit dem Discus 2c in der Standardklasse und Benjamin Josuttis mit der LS4 in der Clubklasse. Jede Segelflugzeugklasse unterscheidet sich im Wesentlichen durch äußere Merkmale und die jeweiligen Flugleistungen.
Durch den sehr durchwachsenen Sommer konnten auf dem Heidepokal nur ein kleiner Teil der anberaumten Wertungstage geflogen werden. Sieben Tage mussten wetterbedingt neutralisiert werden.
Benjamin Josuttis begann den Wettbewerb mit einer frühen Außenlandung am ersten Wertungstag, womit er sich in der Gesamtwertung einen großen Punkterückstand einhandelte. An den zwei folgenden Wertungstagen erflog Josuttis sehr gute Leistungen knapp hinter den führenden Teilnehmern und zeigte somit seinen steigenden Leistungsstand.
Falk Pätzold hatte sich bereits im Mai in Jena für die Deutsche Meisterschaft in der Clubklasse qualifiziert und ging den Wettbewerb in Roitzschjora aufgrund des sehr gut besetzten Teilnehmerfeldes mit zurückhaltenden Erfolgserwartungen an. Mit dem zweiten Tagesplatz gleich am ersten Wertungstag begann der Wettbewerb dann besser als erwartet. Nach einem kleinen Durchhänger am zweiten Wertungstag folgte ein vierter Tagesplatz. Durch einen Tagessieg am letzten Wertungstag kletterte Falk Pätzold auf den ersten Platz der Gesamtwertung und sicherte sich damit den Sieg in der Standardklasse.
Dies bedeutet gleichzeitig die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in der Standardklasse im kommenden Jahr, wobei er jedoch gemäß der geltenden Wettbewerbsordnung nur in einer Klasse an der Meisterschaft teilnehmen darf: Nach Bekanntgabe der Ausrichtungstermine und –orte der Deutschen Segelflugmeisterschaften im Herbst diesen Jahres muss er sich für einen der beiden Wettbewerbe entscheiden. Jedoch ist es eine herausragende Leistung sich gleich zweimal für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren und dadurch trägt Pätzold entscheidend für das sportliche Ansehen des LSV Kreis Osterode bei.

12.8.2016 - Spektakuläre Übung der Bundespolizei Duderstadt (Marcel):

Am heutigen Mittwoch Vormittag ereignete sich eine spektakuläre Übung der Bundespolizei aus Duderstadt auf dem Flugplatz des LSV Kreis Osterode in Hattorf.
Eigentlich wollten die zwei Helikopter vom Typ EC 155 und Puma eine Gruppe von Auszubildenden der Bundespolizei nur mehrfach bei laufendem Rotor absetzten und wieder aufnehmen. Dieses taktische Manöver muss jeder Auszubildende bei der Bundespolizei im Rahmen der Ausbildung durchlaufen.
Durch einen technischen Defekt an der Tür des Eurocopter konnte dieser jedoch nicht wieder starten und so mussten die Auszubildenden durch mehrere Flüge des Puma zurück zum Stützpunkt gebracht werden. Gleichzeitig wurde ein Techniker aus Fuldatal eingeflogen um das Problem zu beheben. Die gestrandete Besatzung des Eurocopter wurden von Mitgliedern des LSV mit Kaffee versorgt um den Aufenthalt bei Regen doch etwas erträglich zu gestalten. Auch für die anwesenden Gäste des Aero Club Salland aus Holland war diese Übung eine sehr interessante Abwechslung. Nach erfolgreicher Reparatur ging es für die Helikopter weiter, denn die Übung sollte planmäßig abgeschlossen werden.


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