Aktuelle Meldungen

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6.6.2017 - SNC war voller Erfolg ():

Der Luftsportverein Kreis Osterode war über das Himmelfahrtswochenende Ausrichter des diesjährigen Südniedersachsen Cups, einem Streckenflugwettbewerb für Anfänger und Fortgeschrittene.
Über vier Tage konnten sich die Teilnehmer aus den niedersächsischen Luftsportvereinen untereinander messen und an zwei Wertungstagen ihr fliegerisches Können unter Beweis stellen.
Wetterbedingt musste der erste Wertungstag am Donnerstag gestrichen werden. Diesen nutzten die Teilnehmer um sich mit der Region und dem Flugplatz vertraut zu machen. Am Freitag wurde von der Sportleitung die erste Aufgabe gestellt. Die Teilnehmer mussten von Gieboldehausen, wo die Startlinie lag, nach Edermünde, weiter zum Inselberg im Thüringer Wald und zurück nach Hattorf. Eine Gesamtstrecke von 230km. Aufgrund der fehlenden Wolken, welche die Thermik und damit die Aufwinde für Segelflieger sicher anzeigen, hieß es für die Piloten Blauthermikfliegen. Dabei wird sich in erster Linie an markanten Bodenmarken orientiert, welche eine eventuelle Aufwindquelle darstellen könnten. Vielen gelang dieses nicht und sie konnten die Aufgabe nicht mit der Rückkehr nach Hattorf vollenden, sondern mussten sich auf der Strecke einen geeigneten Acker suchen um ihr Segelflugzeug sicher zu landen. Auch der dritte Tag verlief nahezu Wolkenfrei und so mussten die Piloten wieder versuchen ihre Aufgabe unter erschwerten Bedingungen zu absolvieren. Dieses Mal ging es von Herzberg nach Sangerhausen und zurück nach Northeim. Von dort wieder in die Aue. Eine Gesamtstrecke von 170km. Auch an diesem Tag ging die Mehrzahl der Teilnehmer frühzeitig auf den Acker, da die Thermik nicht aufzuspüren war. Für jedes Segelflugzeug, welches auf einem Feld oder Acker landete musste ein Team von Hattorf aus aufbrechen um das Segelflugzeug abzuholen. Die großen weißen Anhänger waren daher in dieser Zeit ein markantes Bild auf den Straßen der Region. Der vierte und letzte Tag des Wettbewerbes wurde wieder wetterbedingt gestrichen und so ergaben sich bei der folgenden Siegerehrung folgende Gesamtplatzierungen: In der gemischten Klasse belegten Volker Lenkeit und Andre Borchers vom Ulenflug Peine den ersten Platz, Philipp Lüer vom LSV Kreis Osterode den zweiten Platz und Patrick Adelsberger vom LSV Ithwiesen den dritten Platz. In der kleinen Clubklasse erreichte Thomas Meder vom LSV Witzenhausen den ersten Platz, Timo Rojahn vom LSV Uslar erreichte den zweiten Platz und Mathis Fischer vom LSV Northeim den dritten Platz.
Insgesamt erfolgen alle Teilnehmer zusammen eine Strecke von über 2000km.

18.4.2017 - Osterlehrgang "Ferienflieger" 2017 (Marcel):

Hier der Artikel aus dem Göttinger Tageblatt

1.2.2017 - Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins (Marcel):

Am vergangenen Freitag fand in Hattorf die jährliche Hauptversammlung des LSV Kreis Osterode statt.
Nach der Begrüßung der Mitglieder durch den ersten Vorsitzenden Peter Dreier und den zweiten Vorsitzenden Bernhard Tecklenburg standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Deutschen Aero Club (DAeC) an. Geehrt wurden: Andreas Brückner für 25 Jahre, Holger Michaelis ebenfalls für 25 Jahre, Rolf Lüer für 40 Jahre und Peter Breme für 50 Jahre. Des Weiteren wurde Karl-August Binder für 46 Jahre Fluglehrertätigkeit und Matthias Picht als B-Trainer vom Landesverband Niedersachsen geehrt.
Auch stand dieses Jahr die Neuwahl des gesamten Vorstandes auf dem Programm. Alle Vorstandsmitglieder konnten bei der Wahl in ihrem Amt bestätigt werden.
Die vergangene Saison war für den LSV sowohl auf sportlicher Ebene als auch in der Vereinsentwicklung eine sehr erfolgreiche. Durch Teilnahmen an diversen Wettbewerben, Besuche diverser Gastgruppen über den Sommer und die sich doch positiv entwickelnde Mitgliederzahl konnte der LSV seinen Ruf als exzellenter Luftsportverein ausbauen. Dreier betonte auch die neuen Möglichkeiten, die sich dem Verein durch die Kreisfusion Osterode Göttingen ergeben können. Schließlich ist der Göttinger Raum jetzt wieder an einen Sportflugplatz angeschlossen und der LSV weiterhin der einzige Luftsportverein mit eigenem Flugplatz im neuen Landkreis.
Für die kommende Saison plant der Verein unter anderem einen Schnupperlehrgang um grade Jugendlichen die faszinierende Welt des Luftsports zu eröffnen. Genauere Informationen werden hierzu noch rechtzeitig bekannt gegeben. Natürlich findet 2017 auch das traditionelle Flugplatzfest auf dem Flugplatz bei Hattorf statt.

23.11.2016 - Sechsmal so hoch wie der Brocken - Jonas Lüer bricht Höhenrekord (Marcel):

Am vergangenen Sonntag stellte Jonas Lüer einen neuen Höhenrekord im Luftsportverein Kreis Osterode auf.
Nachdem die Prüfung der Wetterlage sehr vielversprechend zu sein schien und auf eine Starkwind-Wetterlage für den nächsten Tag hindeutete, packten Jonas und Philipp Lüer am Samstagabend alles Erforderliche für einen ganz außergewöhnlichen Flug zusammen. Dicke Kleidung, Mütze, Sonnenbrille, etwas zum Essen und zwei große Sauerstoffflaschen.
Am Sonntagfrüh war es dann soweit. Der Wind hatte bereits morgens eine Stärke von knapp 50 km pro Stunde und wehte unnachgiebig aus Richtung Osten. Die beiden trafen sich mit ihren Helfern morgens um 9 Uhr am Segelfluggelände des Luftsportvereins Kreis Osterode und schoben den doppelsitzigen Janus aus dem Hanger. Der Schlepppilot prüfte bereits die Schleppmaschine, denn da Segelflugzeuge selten über einen eigenen Motor verfügen, benötigen sie die Hilfe von motorgetriebenen Schleppflugzeugen um in die Luft zu gelangen. Nachdem das Segelflugzeug fertig gecheckt und beladen am Start stand ging es auch schon los. Ganze 44 Minuten dauerte der Flugzeugschlepp in Richtung Brocken. Hier, so hofften die Lüers, sollte sich durch den starken Wind, der im Tagesverlauf in der Höhe immerhin mit 150km pro Stunde wehte, die sogenannte Brockenwelle bilden. Dabei gerät auf der windabgewandten Seite des Brockens die Luft in Schwingung und bildet eine Leewelle aus. In den Steigbereichen dieser Welle können Segelflugzeuge in extreme Höhen vordringen.
Die Welle stand etwas versetzt hinter dem Brocken im Harzervorland um Goslar und Halberstadt. Der ein oder andere Beobachter wird beim Blick in den Himmel die charakteristischen Lenticulariswolken bemerkt haben – Linsenförmige, stationäre Wolken. Diese zeigen die stehende Leewelle an. Mit Steigwerten über vier Meter pro Sekunde wurde das Segelflugzeug nach oben getrieben. Durch stetiges hin- und herfliegen im Aufwindbereich erreichten die beiden Piloten dann ihre maximale Flughöhe von 6882m über dem Meeresspiegel. Ab 3000m benötigten sie für den weiteren Aufstieg ihren mitgeführten Sauerstoff. Ohne diesen sind Flüge in dieser Höhe nicht möglich. Auch werden Freigaben von der Deutschen Flugsicherung (DFS) benötigt, um in diesen Höhen zu fliegen. Schließlich ist dort auch der Linienflugverkehr unterwegs und Begegnungen sollten tunlichst vermieden werden. Aber alles hat gepasst und alle Freigaben wurden durch die Flugsicherung erteilt. So konnte Jonas Lüer als verantwortlicher Pilot seinen persönlichen und den Vereins-Höhenrekord, den er 2014 mit 6086 Metern aufstellte, brechen. Auch sicherte er sich den Höhendiamanten des Deutschen Aeroclubs, welcher ab einer Startüberhöhung von 5000m verliehen wird.
Doch wo es schnell hoch geht, geht es umso schnell wieder runter. Nach 3,5 Stunden Flugzeit machten starke Fallwinde das Zurückkehren auf den Flugplatz unmöglich. So mussten sich die beiden Piloten ein geeignetes Feld in der Nähe von Goslar suchen und dort landen. Durch aufmerksame Anwohner wurden die Polizei sowie die Rettungskräfte alarmiert. Diese konnten jedoch wieder abrücken, da es sich um eine geplante Außenlandung und nicht um einen Notfall handelte. Das Segelflugzeug wurde, durch die angereisten Helfer, vor Ort abgebaut und in einem Anhänger zurück in die Aue zum Flugplatz transportiert. Die beiden Piloten waren zwar durchfroren, aber glücklich über einen ganz speziellen Sonntagasausflug und die erbrachte Leistung.
Der aktuelle Höhenweltrekord im Segelflug liegt bei 15.447m und wurde von Steve Fossett und Einar Enevoldson 2006 in den argentinischen Anden mit einem speziellen Segelflugzeug, der Perlan, erflogen. Aktuell wird versucht mit der Perlan 2 um den Piloten Jim Payne diesen Rekord zu brechen und an die Grenzen der Stratosphäre in 30 Kilometer Höhe zu fliegen.

14.11.2016 - Der „stille Star“ des LSV Kreis Osterode (Marcel):

Vielen in der Region wird der Name Lüer ein Begriff sein. Schließlich gibt es die Dachdeckerei schon seit Generationen in Herzberg. Viele, aber sicherlich nicht alle, werden auch wissen, dass die Familie Lüer maßgeblich am Aufbau des Segelflugs in der Region beteiligt war. Mittlerweile fliegt die dritte Generation auf dem Segelfluggelände in der Aue und es ist an der Zeit einen genaueren Blick auf einen von Ihnen zu werfen, der stets für jegliche Belange des Vereins eingetreten ist: Jörg Lüer.
Jörg Lüer, Jahrgang 1960, ist der zweite Sohn in der fliegenden Dachdeckerfamilie und trat bereits mit 14 Jahren dem Luftsportverein Kreis Osterode bei. Aufgewachsen ist er auf dem alten Segelfluggelände bei der heutigen Kiesgrube Huke. Noch im selben Jahr, also 1975, machte er auf der Rhönlerche, dem damaligen Schuldoppelsitzer, seinen ersten Alleinflug. Wenig später erwarb er den amtlichen Luftfahrerschein und flog fortan mit seinem jüngeren Bruder Rolf erfolgreich mehrere Streckenflugwettbewerbe in Südniedersachsen. Bis 2008 nahm er aktiv am Fluggeschehen teil.
Der LSV Kreis Osterode hat schon immer einen ganz besonderen Stellenwert bei ihm und so war und ist sein Einsatz sowohl für den Verein, als auch für den Segelflug beispiellos. Über vier Jahrzehnte war er unter anderem als Werkstattleiter verantwortlich für die Wartung und Überholung des Flugzeugparks. Er kümmert sich um die Betreuung der Gäste am Flugplatz und setzt sich federführend in der Organisation und Durchführung jedweder Vereinsveranstaltungen ein.
Die gute Seele des Flugplatzes wurde nun jüngst durch einen Vorschlag des Vereinsvorstandes als „Stiller Star des Sportes“ durch den Kreissportbund Göttingen-Osterode geehrt. Neben weiteren Geehrten aus anderen Sportvereinen der Region nahm Jörg Lüer an der Veranstaltung in der Eichsfeldhalle in Duderstadt teil. Auch der LSV möchte sich auf diesem Weg bei Ihm für die jahrelang geleistete Arbeit und Unterstützung bedanken.
Gleichzeitig endet für die Segelflieger aus Hattorf die diesjährige Saison. Am vergangenen Wochenende fand das traditionelle Abfliegen statt. Die Segelflugzeuge gehen jetzt nach und nach in die Winterwartung und das Segelfluggelände wird für die kommende Saison aufgearbeitet. Für die Flugschüler hingegen heißt es jetzt Pauken, denn der nächste Theorieblock steht an und nach erfolgreichem Abschluss können sie nächstes Jahr ihren nächsten Ausbildungsabschnitt fliegen. Jörg Lüer wird auch den Winter über dafür sorgen, dass alle Vereinsmitglieder eine tolle Zeit auf dem Flugplatz verbringen können und sei es nur dadurch, dass er unerwartet den Grill anschmeißt und die fleißigen Mitglieder mit Würstchen versorgt.

21.10.2016 - Schülervergleichsfliegen auf dem Sultmer Berg (Marcel):

Am vergangenen Wochenende machten sich die Flugschüler des LSV Kreis Osterode samt Flugzeug und Helfern auf den Weg nach Northeim zum Nachbarverein auf dem Sultmer Berg um am jährlichen Schülervergleichsfliegen teil zu nehmen.
Sie folgten damit der Einladung des LSV Northeim um sich mit den dortigen Flugschülern zu vergleichen. Diese Art von Wettbewerb dient in erster Linie dem Knüpfen von Freundschaften und zum gegenseitigen Kennenlernen und dem Vergleich des jeweiligen Ausbildungsstandes. Gleichzeitig eröffnet es den Flugschülern die Möglichkeit in ihrer Ausbildung weiter zu kommen, denn auch die Landung auf fremden Flugplätzen will geübt und beherrscht werden.
Die Flugschüler aus beiden Vereinen mussten zusammen mit ihren Fluglehrern bestimmte Manöver fliegen, welche ihrem Ausbildungsstand entsprachen. So zum Beispiel einen Vollkreis mit Kurvenwechsel, einen Seitengleitflug einleiten und drei Ziellandungen in einem speziell markierten Landefeld. Des Weiteren mussten sie sich einer Reihe technischer Fragen unterziehen um auch ihren Stand in der theoretischen Ausbildung unter Beweis zu stellen.
Zwei Punktrichter bewerteten jeden Flug und vergaben Punkte. Am Ende des Wettbewerbes ging Tim Kunert aus Barbis als Sieger hervor. Er erbrachte in der Gruppe der Anfänger die beste Flugleistung. In der Gruppe der fortgeschrittenen Flugschüler ging Tom Schregel vom LSV Northeim als Sieger hervor.
Am Sonntag konnte dann bei strahlendem Sonnenschein die herbstliche Thermik genutzt werden um auf dem Sultmer Berg zu fliegen. So kamen dann neben den Flugschülern und Fluglehrern auch noch die Helfer in Luft. Fliegen kann jeder lernen und wer daran Interesse hat: beide Vereine haben freie Ausbildungsplätze und würden sich über Nachwuchs freuen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.lsv-osterode.de und www.segelflug-northeim.de

21.9.2016 - Der erste Schritt ist geschafft (Marcel):

Am vergangenen Sonntag flog Flugschüler Tim Kunert (15) aus Barbis seine A-Prüfung im LSV Kreis Osterode.
Drei sogenannte Platzrunden sind erforderlich um die A-Prüfung zu bestehen. Ein sauberer Start, eine gute Einteilung der Platzrunde bestehend aus Querabflug, Gegenanflug, Queranflug und Endteil und natürlich eine saubere Landung. Dies sind die Bestandteile, welche der Flugschüler dreimal absolvieren muss. Dreimal in die Luft, dreimal ohne Fluglehrer, welcher bisher immer mitgeflogen ist und wenn es nötig war eingegriffen hat. Die A-Prüfung bildet dabei den ersten wichtigen Prüfungsabschnitt in der Ausbildung zum Segelflugpiloten, in welcher die grundlegenden Flugmanöver geprüft werden. Gleichzeitig ist sie für den Flugschüler einer der spannendsten Momente seiner gesamten Ausbildung, da er das erste Mal alleine fliegen darf.
Nach nicht einmal einem Jahr Ausbildung gelang dieser wichtige Schritt Flugschüler Tim, welcher im Oktober 2015 Mitglied im LSV Kreis Osterode wurde und so seine Ausbildung zum Segelflugpiloten begann. Fluglehrer Jens Haepe und Maik Deppe können zu Recht stolz auf ihren Schützling sein.
Sehr souverän und präzise flog Tim Kuhnert die Prüfung. Zur Belohnung gab es hinterher den traditionellen Segelflieger-Glückwunsch: ein Strauß Brennnesseln und Dornen zur Verfeinerung des Gefühls beim Steuern des Flugzeuges und einen Klapps auf den Hintern von allen anwesenden Vereinsmitgliedern zur Verbesserung des sogenannten Hosenbodengefühls. Letzteres dient dem erfühlen der Aufwinde während des Fluges.
Tim selbst zu seiner Prüfung: „Ich war auf jeden Fall etwas nervös. In der Luft muss man sich halt sehr konzentrieren und man merkt den Unterschied zu einem Flug mit Fluglehrer schon deutlich. Es ist sehr leise und das Flugzeug reagiert viel schneller und wendiger.“
Wer auch Interesse an einer Ausbildung zum Segelflieger hat, kann sich gerne beim LSV Kreis Osterode melden. Es sind noch freie Ausbildungsplätze vorhanden. Weitere Informationen finden sie auch im Internet unter www.lsv-osterode.de

13.8.2016 - Erneute Qualifizierung für Deutsche Meisterschaft (Marcel):

Vom 28. Juli bis 07. August 2016 fand auf dem Flugplatz Roitzschjora nahe Leipzig der Heidepokal statt. Dieser Segelflugwettbewerb dient zur Qualifikation für die im kommenden Jahr stattfindende Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug. Falk Pätzold und Benjamin Josuttis waren vom LSV Kreis Osterode auf diesem Wettbewerb vertreten.
Beide Piloten nahmen bereits im Mai in Jena an einem Qualifikationswettbewerb teil und tauschten für den Wettbewerb in Roitzschjora die Flugzeugklassen. Falk Pätzold qualifizierte sich bereits in Jena für die Deutsche Meiserschaft in der Clubklasse. In Roitzschjora flog Pätzold mit dem Discus 2c in der Standardklasse und Benjamin Josuttis mit der LS4 in der Clubklasse. Jede Segelflugzeugklasse unterscheidet sich im Wesentlichen durch äußere Merkmale und die jeweiligen Flugleistungen.
Durch den sehr durchwachsenen Sommer konnten auf dem Heidepokal nur ein kleiner Teil der anberaumten Wertungstage geflogen werden. Sieben Tage mussten wetterbedingt neutralisiert werden.
Benjamin Josuttis begann den Wettbewerb mit einer frühen Außenlandung am ersten Wertungstag, womit er sich in der Gesamtwertung einen großen Punkterückstand einhandelte. An den zwei folgenden Wertungstagen erflog Josuttis sehr gute Leistungen knapp hinter den führenden Teilnehmern und zeigte somit seinen steigenden Leistungsstand.
Falk Pätzold hatte sich bereits im Mai in Jena für die Deutsche Meisterschaft in der Clubklasse qualifiziert und ging den Wettbewerb in Roitzschjora aufgrund des sehr gut besetzten Teilnehmerfeldes mit zurückhaltenden Erfolgserwartungen an. Mit dem zweiten Tagesplatz gleich am ersten Wertungstag begann der Wettbewerb dann besser als erwartet. Nach einem kleinen Durchhänger am zweiten Wertungstag folgte ein vierter Tagesplatz. Durch einen Tagessieg am letzten Wertungstag kletterte Falk Pätzold auf den ersten Platz der Gesamtwertung und sicherte sich damit den Sieg in der Standardklasse.
Dies bedeutet gleichzeitig die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in der Standardklasse im kommenden Jahr, wobei er jedoch gemäß der geltenden Wettbewerbsordnung nur in einer Klasse an der Meisterschaft teilnehmen darf: Nach Bekanntgabe der Ausrichtungstermine und –orte der Deutschen Segelflugmeisterschaften im Herbst diesen Jahres muss er sich für einen der beiden Wettbewerbe entscheiden. Jedoch ist es eine herausragende Leistung sich gleich zweimal für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren und dadurch trägt Pätzold entscheidend für das sportliche Ansehen des LSV Kreis Osterode bei.

12.8.2016 - Spektakuläre Übung der Bundespolizei Duderstadt (Marcel):

Am heutigen Mittwoch Vormittag ereignete sich eine spektakuläre Übung der Bundespolizei aus Duderstadt auf dem Flugplatz des LSV Kreis Osterode in Hattorf.
Eigentlich wollten die zwei Helikopter vom Typ EC 155 und Puma eine Gruppe von Auszubildenden der Bundespolizei nur mehrfach bei laufendem Rotor absetzten und wieder aufnehmen. Dieses taktische Manöver muss jeder Auszubildende bei der Bundespolizei im Rahmen der Ausbildung durchlaufen.
Durch einen technischen Defekt an der Tür des Eurocopter konnte dieser jedoch nicht wieder starten und so mussten die Auszubildenden durch mehrere Flüge des Puma zurück zum Stützpunkt gebracht werden. Gleichzeitig wurde ein Techniker aus Fuldatal eingeflogen um das Problem zu beheben. Die gestrandete Besatzung des Eurocopter wurden von Mitgliedern des LSV mit Kaffee versorgt um den Aufenthalt bei Regen doch etwas erträglich zu gestalten. Auch für die anwesenden Gäste des Aero Club Salland aus Holland war diese Übung eine sehr interessante Abwechslung. Nach erfolgreicher Reparatur ging es für die Helikopter weiter, denn die Übung sollte planmäßig abgeschlossen werden.

4.8.2016 - „Guck! Da unten wohne ich!“ Ferienpass beim LSV (Marcel):

Wie in den Jahren zuvor, konnten am vergangenen Wochenende die Teilnehmer des Ferienpasses aus Osterode und Herzberg beim LSV Kreis Osterode einen Segelrundflug machen. Aus beiden Städten waren die Plätze mit je 20 Kindern komplett besetzt.
Die Mitglieder des LSV begannen bereits morgens um neun Uhr den Start auf zu bauen und die Flugzeuge für die Kinder vorzubereiten. Während dessen trafen die ersten Kinder ein und konnten schon mal einen Blick auf die Segelflugzeuge werfen. Um zehn Uhr ging es dann für die Ferienpass-Kinder in die Luft. Staunende Blicke am Boden verfolgten die Flugzeuge auf ihrem Weg in die Luft. Bis jedes Kind einmal in die Luft kam, vergingen natürlich einige Stunden, aber es hat sich gelohnt. Die begeisterten Kinder tauschten hinterher ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus und kamen zu dem Schluss: „Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei!“

4.8.2016 - Vom Kampfjet ins Segelflugzeug (Marcel):

Am vergangenen Sonntag absolvierte Brian Moore (42) vom LSV Kreis Osterode seine ersten Alleinflüge in einem Segelflugzeug.
Das Wetter lies es eigentlich nicht erwarten, dass am Sonntag noch die Möglichkeit bestand, die sogenannte A-Prüfung zu fliegen. Die durchziehenden Schauer und der böige Wind stellten ein echtes Hindernis dar. Jedoch fand sich ein kleines Wetterfenster ohne Regen und Wind, in welchem die zuständigen Fluglehrer ihren Schützling alleine in die Luft lassen konnten. So flog Brian Moore aus Duderstadt seine drei Alleinflüge absolut fehlerfrei und sauber. Dreimal musste er alleine mit dem Schulungsflugzeug, der ASK 21, starten und landen und dabei die vorgegebene Platzrunde sauber abfliegen. Traditionell bekam er nach bestandener Prüfung von Fluglehrer Maik Deppe einen Strauß Brennnesseln in die Hand gedrückt. Dieser soll das Feingefühl beim Fliegen verbessern. Zur Segelfliegertradition gehört auch ein Klapps auf den Allerwertesten von den anderen Vereinsmitgliedern. Dieser soll das Hosenbodengefühl schärfen und das erfliegen der Thermik erleichtern. Beides – die Brennnesseln und den Klapps – nahm Moore mit einem Lächeln, denn er weiß, dass jetzt die Ausbildung weiter geht und er der Segelfluglizenz ein Stückchen näher gekommen ist.
Für Moore ist es nicht die erste Flugerfahrung, die er auf dem Flugplatz bei Hattorf gesammelt hat. Der aus Los Angeles stammende Moore begann bereits 1989 eine Segelflugausbildung in den USA, wurde dann jedoch bei der US Air Force zum Kampfjetpiloten einer F18 Hornet ausgebildet und hat auf dieser 600 Stunden Flugzeit angesammelt. Stationiert war er auf den Flugzeugträgern USS Kennedy und USS Nimitz. Nach der Militärzeit wanderte er mit seiner Frau und den vier Kindern vor sieben Jahren aus und landetet in Duderstadt, wo er als Ingenieur arbeitet. Die Segelflugzeuge über seinem Haus haben den alten Traum vom motorlosen Flug wachgerufen und so kam er 2015 zum LSV Kreis Osterode.

6.6.2016 - Falk Pätzold für Deutsche Meisterschaft qualifiziert (Marcel):

Auch in diesem Jahr treten wieder Piloten des LSV auf verschiedenen Wettbewerben an, um den Sieg nach Hause zu holen. In der vergangenen Woche endeten der Jena Cup im Saale-Holzland Kreis und das Vergleichsfliegen in Brokow im Kreis Brandenburg.
Aber stellt sich dabei die Frage: Segelfliegen und Wettbewerb – geht das überhaupt und wenn ja – wie? Segelfliegen ist eine Sportart, die sich meistens weit ab von Zuschauern und Publikum abspielt. Zwar gibt es den Kunstflug, der auch was für das Zuschauerauge bietet, aber beim Streckenflug gibt es kein Publikum und nur wenige Zuschauer auf den Flugplätzen, da sich das Geschehen weit ab von jeglichem Publikum in großen Höhen abspielt. Aber natürlich wollen Segelflieger ihr Können und ihre Leistungen untereinander Vergleichen. Dafür gibt es dann die Segelflugwettbewerbe, bei denen es um die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit geht. Hierbei werden zwei Aufgabeformen unterschieden: Bei einer Racing Task fliegen alle Piloten dieselbe Strecke am und der schnellste gewinnt. Die andere Aufgabenform sind die Assigned Area Tasks (AAT). Hier wird eine Mindestflugzeit vorgegeben und die Piloten können sich ihre Wendepunkte frei auswählen. Sow wird den Piloten mehr Freiraum für individuelle Flugwege und Entscheidungen gegeben.
Am Jena Cup traten vom 12. bis zum 21. Mai Falk Pätzold mit einer LS4, Marius Dreier mit dem Discus 2c und Benjamin Josuttis mit dem Discus 2b des niedersächsischen Landesverbandes an. Insgesamt starteten 85 Piloten in drei Wertungsklassen (Standard, 18m und Clubklasse).
Die Wetterbedingungen in Jena waren über den gesamten Zeitraum des Wettbewerbes nicht ideal, die Piloten hatten mit schwachem Steigen und starkem Wind zu kämpfen. An vier von zehn möglichen Tagen war das Wetter für Wertungsflüge günstig. An den übrigen sechs Tagen wurde der Wettbewerb aufgrund schlechten Wetters neutralisiert. An Tag drei des Wettbewerbes wurde unter schwierigen Bedingungen geflogen, was zur Folge hatte, dass nahezu die gesamte Clubklasse außenlanden musste.
Leider wurde der Jena Cup durch einen Unfall während der Startphase am neunten Tag überschattet. Eines der Schleppflugzeuge, welche die Segelflugzeuge in die Luft bringt stürzte ab. Daraufhin wurde der folgende Tag ebenfalls neutralisiert und kein Flug durchgeführt. Die Teilnehmer trafen sich dafür zum Austausch und zur Siegerehrung. Über den gesamten Wettbewerb konnten knapp 70000km erflogen werden.
Falk Pätzold belegte in der Clubklasse den 5. Platz und qualifizierte sich damit für die Deutsche Meisterschaft im Segelflug. Benjamin Josuttis und Marius Dreier erflogen Platzierungen im Mittelfeld.
Vom 5. bis zum 15. Mai fand in Bronkow das jährliche Vergleichsfliegen statt. Hier startete Jonas Lüer mit seiner DG100. In Bronkow waren die Wetterbedingungen um einiges besser und somit konnten die Piloten die erste Wettbewerbshälfte gut nutzen. Leider erwies sich das Wetter in der zweiten Hälfte als weniger geeignet für Streckenflüge.
Am zweiten Wertungstag wurden Racing Tasks von 240km für die Clubklasse geplant. Hier konnte Jonas Lüer den Tagessieg erfliegen. Am dritten Wertungstag wurden Strecken bis zu 380km und damit runter bis zum Erzgebirge als Aufgabe gestellt. Starker Wind stellte die Piloten vor eine zusätzliche Herausforderung. Jedoch konnten die, welche es schafften den rettenden Aufwind zu erreichen ihre Aufgabe vollenden. Auch hier errichte Lüer den Tagessieg.
In der Wettbewerbspause vom 9. bis 12. Mai herrschten in Bronkow traumhafte Wetterbedingungen. Jonas Lüer konnte in dieser Zeit zwei Flüge mit jeweils über 700km und einer Schnittgeschwindigkeit von über 100km pro Stunde durchführen.
In der Gesamtwertung erreichte Jonas Lüer den 2. Platz in der Clubklasse. Insgesamt traten 29 Piloten in zwei Wertungsklassen (Club und Offene Klasse) an.

Auch in Hattorf waren die Piloten nicht untätig. So konnte Marcel Zoremba am vergangenen Wochenende seinen ersten Überlandflug von 50km im Rahmen seiner Ausbildung fliegen. Es ging von der Aue nach Bad Frankenhausen am Kyffhäuser. Unter guten Bedingungen legte er die Strecke in etwas über zwei Stunden zurück. „Ein echtes Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.“ Nach einer Pause auf dem Flugplatz in Bad Frankenhausen wurde das Segelflugzeug nicht auseinander gebaut wie üblich, sondern mit dem angereisten Motorsegler wieder zurück in die Aue geschleppt.
Natürlich ist diese Strecke kein Vergleich zu den Strecken und Flugzeiten auf den Wettbewerben, da für diesen Flug in der Ausbildung die Ka8 zum Einsatz kommt. Ein Segelflugzeug von 1964, an welchem man sehr gut die Entwicklung des Sportes in den letzten Jahrzehnten erkennen kann. War die Ka8 noch aus Holz und Metall, mit bespannten Tragflächen, so sind die heutigen Hochleistungsflugzeuge aus Kunststoffmaterialien, Glas- und Kohlefasern. So werden die heutigen Leistungen überhaupt erst möglich. Weitere Informationen über den Flugzeugpark des LSV finden sie im Internet unter www.lsv-osterode.de.

6.6.2016 - Hattorfer Segelflieger beim Südniedersachsen Cup (Marcel):

Über das Himmelfahrtswochenende vom 5. bis zum 8. Mai fand auf dem Gelände des Flugplatzes Göttingen / Heiligenstadt der Südniedersachsen Cup (SNC) statt. Auch eine Gruppe der Hattorfer Segelflieger durfte dabei natürlich nicht fehlen. Ziel des regionalen Wettbewerbes für Steckensegelflug ist ein Vergleich aller Vereine im erweiterten südniedersächsischen Raum. Dabei treten sowohl junge Nachwuchspiloten als auch erfahrene Streckenflugpiloten nebeneinander an.
In Heiligenstadt begann jeder Morgen für die Piloten mit dem Aufrüsten der Flugzeuge und dem morgendlichen Briefing, in welchem die aktuelle Wettersituation und die Tagesaufgabe vorgestellt wurden. So wurden zum Beispiel Strecken von Heiligenstadt über Pennewitz und zurück oder ein Dreiecksflug von Heiligenstadt über Langenberg und Suhl zurück nach Heiligenstadt ausgegeben. Von der Wettbewerbsleitung wurde ein Startzeitpunkt festgelegt und nachdem alle Piloten einer Klasse gestartet waren wurde die Startlinie freigegeben und die Piloten machten sich daran ihre Strecken abzuarbeiten.
Über etwas mehr Wolken hätten sich die Segelflieger auf dem Südniedersachsen Cup bestimmt gefreut, denn, was die meisten Menschen freut, nämlich ein strahlend blauer Himmel, bedeutet für den ambitionierten Segelflieger in erster Linie mehr Arbeit und eine größere Wahrscheinlichkeit die Tagesaufgabe nicht zu schaffen und den Heimatflugplatz nicht mehr zu erreichen.
Segelflieger orientieren sich am Wolkenbild und können über die Form einer Wolke die darunter aufsteigende Warmluft abschätzen und so ihren Flugweg besser planen. Dieses ist bei der sogenannten Blauthermik nicht möglich, da hier ganz einfach die Wolken fehlen.
So kam es dann auch über den gesamten Wettbewerb verteilt zu vielen sogenannten Außenlandungen. Die Segelflieger schafften den Weg zum Flugplatz nicht zurück und suchten sich ein geeignetes Feld zum Landen. Dabei handelt es sich nicht um eine Notlandung oder einen Notfall. Der Pilot weis in dieser Situation sehr genau, wie er zu verfahren hat, um das Segelflugzeug sicher auf dem gewählten Acker zu landen.
Am Südniedersachsen Cup nahmen Piloten samt Helfer aus den Segelflugvereinen Bad Gandersheim, Witzenhausen, Northeim, Alfeld, Uslar, Bad Pyrmont, Eichsfeld-Göttingen, den Ithwiesen und Osterode teil. Insgesamt waren 29 Segelflugzeuge eingeteilt in drei Leistungsklassen (Clubklasse, Standardklasse und Rennklasse) am Wettbewerb vertreten.
Für den LSV Kreis Osterode waren Ede Lutter mit dem Kestrel, Falk Pätzold mit dem Janus, Florian Zimmermann mit einer LS4, Philipp Lüer mit einer LS1f und Maik Deppe mit dem Flaggschiff des Vereins, dem Discus 2c am Start. Der Discus 2c wurde erst letztes Jahr zum Herbst von den Vereinsmitgliedern angeschafft und ist das leistungsstärkste Segelflugzeug im Verein. Es bietet hervorragende Flugeigenschaften und überzeugt besonders im Leistungssegelflug. Durch die Anschaffung ist eine Investition in die Zukunft des Vereins erfolgt, welche den LSV wettbewerbsfähig und zukunftssicher hält.
Über die vier Tage des Wettbewerbes wurden 210 Starts durchgeführt und insgesamt 5100km geflogen.

13.3.2016 - Neue Internetpräsenz online! (Marcel):


29.10.2015 - An den schönen Herbsttagen werden neue Segelflieger geboren (Marcel):

Auch am vergangenen Samstag konnte wieder ein Flugschüler vom LSV seine begehrte A-Prüfung fliegen. Diese Prüfung berechtigt ihn alleine fliegen zu dürfen. Zwar noch unter Aufsicht vom Fluglehrer aber im Flugzeug alleine und komplett selbstständig.
So flog Paul Roch (17) aus Osterode / Freiheit am Samstag seine drei Alleinflüge, welche Bestandteil der Prüfung sind sauber und absolut fehlerfrei. Fluglehrer Maik Deppe war zu Recht stolz auf seinen Zögling und überreichte ihm nach der dritten Landung den traditionellen Strauß aus Disteln und Brennnesseln. Dieser soll das Feingefühl in der Hand des Piloten verfeinern und ihm das Fliegen erleichtern. Tradition ist es auch, dass alle Kameraden dem Prüfling zum Glückwunsch einen Klaps auf den Allerwertesten geben um sein Gespür für Thermik zu sensibilisieren.
Diese Sitten klingen hart und vielleicht für den einen oder andren überholt. Doch geht der Ursprung dieser Glückwünsche auf die ersten Segelflieger am Geburtsort des Segelflugs in Deutschland – der Wasserkuppe – zurück. Schon die sogenannten Röhnindianer (Alexander Lippisch und Gottlob Espenlaub um 1920) haben neue Segelflieger so beglückwünscht. Daher wird diese Tradition in den meisten Segelflugvereinen, teilweise in abgewandelter Form, aber dennoch sinngemäß beibehalten.
Paul Roch war nach seinen Flügen stolz und beschreibt das Erlebte so: „Vor dem Flug war ich zwar etwas nervös, ob alles gut gehen wird und ich keine Fehler mache, aber als der Start geschafft war waren alle Sorgen weg und es hat einfach Spaß gemacht. Die Aussicht von da oben ist einfach der Wahnsinn.“
Grade im Herbst sind A-Prüfungen sehr gut möglich. Das Wetter ist zwar kühler als im Sommer, aber dennoch sonnig. So gibt es wenig Thermik, die den Flugschüler eventuell noch irritieren könnte. Auch gibt es selten starke Winde oder Böen, so dass der Start und die Landung auch von Flugschülern gut zu meistern sind. Nach der A-Prüfung ist die Ausbildung zum Segelflugpiloten noch nicht abgeschlossen. Jetzt geht es um die Feinheiten des Fliegens und der Flugschüler erlernt weitere wichtige Fähigkeiten um das Flugzeug in allen Lagen perfekt beherrschen zu können. Die Mitglieder des LSV wünschen ihrem Paul auf dem Weg der weiteren Ausbildung viel Erfolg.

8.10.2015 - Das erste mal allein in der Luft (Marcel):

Am vergangenen Sonntag Nachmittag flog Kevin Herb (27) aus Wulften im Rahmen seiner Ausbildung zum Segelflugpiloten beim LSV Kreis Osterode seine ersten drei Alleinflüge, die sogenannte A-Prüfung.
Das Wetter am vergangenen Sonntag hätte für diesen Teil der Ausbildung nicht besser sein können. Bei strahlendem Sonnenschein und ruhiger Luft brach Kevin Herb am Nachmittag zum ersten von drei Alleinflügen auf. Vorher wurden seine Fähigkeiten von zwei Fluglehrern aufs Genaueste geprüft um sicher zu sein das er für diese Prüfung auch bereit ist. Der Start und die so genannte Platzrunde absolvierte er sehr sauber, wie mit einem Lineal gezogen. Auch die Landung war tadellos und so zog er sich von seinen Fliegerkameraden viel Lob nach Beendigung der drei Flüge zu. Er selbst sagt dazu:"Ein sehr tolles Gefühl die alleinige Verantwortung über das Flugzeug zu haben die Aussicht und die Ruhe sind traumhaft."

Die praktische A Prüfung, welche aus drei Platzrunden im Alleinflug besteht, ist das Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zum Segelflugpiloten. Zu Beginn seiner Ausbildung flog Herb noch mit Fluglehrer in dem Schulungsdoppelsitzer ASK 21. Dabei wurden in der ersten Zeit die Flugmanöver vom Fluglehrer ausgeführt und der Flugschüler fühlt die Bewegungen mit. Nach und nach überlässt der Lehrer dann dem Schüler das Steuer bis dieser das Flugzeug alleine starten und landen kann.

Nachdem er das dritte Mal gelandet ist und das Segelflugzeug zurück zum Start geschoben wurde bekam er von seinem betreuenden Fluglehrer Alexander Wagner einen großen Blumenstrauß mit vielen Brennnesseln und Disteln überreicht. Dies ist der traditionelle Glückwunsch für angehende Segelflieger um das Feingefühl in der Hand zu schärfen. Alle Vereinskameraden haben sich in der Zwischenzeit versammelt um auch den zweiten traditionellen Glückwunsch zu überreichen - einen Klaps auf den Hintern um das Gespür für Thermik zu verfeinern.
Am Abend konnte dann Ausgiebig gefeiert werden und alle Vereinsmitglieder des LSV wünschen Kevin Herb „always happy landings“ und weiterhin viel Erfolg in seiner Ausbildung zum Segelflieger.

8.10.2015 - LSV Jugend auf dem Landesjugendvergleichsfliegen (Marcel):

Vom 28. bis zum 30. August waren die Jungpiloten des LSV Kreis Osterode zu Gast auf dem Flugplatz Berliner Heide bei Metzingen um am jährlich sattfindenden Landesjugendvergleichsfliegen teilzunehmen, welches von der Luftsportjugend im Landesverband Niedersachsen des DAeC e. V. ausgerichtet wird. Insgesamt traten 30 Piloten aus ganz Niedersachsen zum Wettbewerb an, um ihr fliegerisches Können zu vergleichen. Teilnahmeberechtigt waren alle Jungpiloten unter 25, die ihre Segelfluglizens noch nicht länger als 2 Jahre besitzen. Auch Flugschüler, die im dritten Ausbildungsabschnitt sind, konnten mit ihrem Fluglehrer antreten. Im Wettbewerb gab es drei Wertungsdurchgänge, wobei jeweils der Start, dann ein Flugmanöver, wie Vollkreise, Rollübungen oder hochgezogene Fahrtkurven, und die Landung im Seitengleitflug beurteilt wurde. Neben der Ausführung der Flugmanöver und dem Feingefühl beim Fliegen wurde die Ziellandung bewertet. Dabei wurde das Landefeld in Bereiche von 0 bis -6 Punkten eingeteilt. Das Landefeld mit 0 Punkten brachte dabei den geringsten Abzug in der Gesamtwertung.
Am Abend des 29. August gab es dann noch eine Abschlussfeier und am Morgen des 30. August fand die Siegerehrung satt. Philipp Lüer (Herzberg) belegte den 4. Platz und Eike Picht (Herzberg) den 6. von insgesamt 30 Plätzen. Leider verpassten beide Piloten die begehrten Plätze 1 bis 3, denn damit hätten sie sich für das Bundesjugendvergleichsfliegen qualifiziert und hätten ihre Können auf Bundesebene vergleichen können. Trotzdem hatten alle Teilnehmer vom LSV viel Spaß am Wettbewerb und werden auch nächstes Jahr daran teilnehmen. Zum Fliegen, vielleicht zum Gewinnen, aber bestimmt um die neuen Kontakte und Freundschaften zu pflegen.

8.10.2015 - LSV ist niedersächsischer Landesmeister (Marcel):

Für den LSV Kreis Osterode gibt es diese Saison einen guten Grund zum Feiern. Am vergangenen Sonntag ging die OLC Liga für dieses Jahr zu Ende und nach 19 spannenden Wochenenden, in denen alle Segelflugvereine aus ganz Deutschland gegeneinander antraten, belegt der Verein in der OLC Landesliga nun den ersten Platz und ist somit Landesmeister in Niedersachsen gefolgt vom SFG Bremen auf Platz 2 und dem OVfL Achmer auf Platz 3.
Auch wenn das ein oder andere Wochenende wetterbedingt nicht fliegbar war und die Wertung des Vereins leicht abrutschte, ergab sich dann letztes Wochenende die Wende.
Durch das erstaunlich gute Wetter am vergangenen Samstag gelang es dem Piloten Benjamin Josuttis aus Göttingen und Copilot Bernhard Tecklenburg aus Northeim im Janus CE einen grandiosen Geschwindigkeitsschnitt von 105 km/h zu erreichen. Auch Matthias Picht aus Herzberg konnte am Samstag mit seiner DG100 einen Schnitt von 104 km/h erfliegen. Diese Schnitte katapultieren den LSV in der Gesamtwertung auf Platz eins in der Landesliga. Für unser Junioren Team in der U25 Landesliga ergibt sich ein solider dritter Platz.

8.10.2015 - Flugplatzfest 2015 (Marcel):

Der Samstagmorgen verhieß schon nichts Gutes für das bevorstehende Flugplatzfest. Grau in Grau zeigte sich der Himmel über Hattorf und die Befürchtungen sollten sich dann bestätigen als es immer wieder anfing zu regnen. Alle Mitglieder und Helfer taten ihr Möglichstes um den Besuchern trotzdem eine schöne Zeit auf dem Flugplatzgelände Aue / Hattorf zu ermöglichen. Natürlich fand bei dem Wetter der Kaffee- und Kuchenstand sowie die Bratwurst- und Pommesbude regen Zuspruch. Auch der Losverkauf der Tombola lief sehr gut und der ein oder andere Gast konnte sich über einen tollen Hauptpreis freuen. Hier gilt vom Verein aus auch besonderer Dank an alle Firmen die die Tombola mit Sachpreisen unterstützten.
Zum späteren Nachmittag konnten dann doch einige Flugvorführungen durchgeführt werden. Insbesondere der Formationskunstflug von Acro-Team Meschede stoß auf viel positiven Zuspruch. Doch auch die angebotenen Rundflüge um die Regionen kamen beim Publikum sehr gut an, zumal es schon ein toller Anblick ist, einem Regenschauer mal auf Augenhöhe zu Begegnen. Da sich hin und wieder doch einmal die Sonne zeigte waren die Rundflüge für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis. Das Wetter am Sonntag ließ die Erwartungen noch einmal sinken. Teilweise heftigste Schauer machte es nicht möglich Kunstflugvorführungen durchzuführen. Die wenigen regenfreien Augenblicke mussten von den Piloten genutzt werden um zu ihren Heimatflughäfen zurück zu kehren. Alle verabschiedeten sich jedoch gebührend bei den Zuschauern, welche dann auch noch die Möglichkeit hatten an Rundflügen teilzunehmen. Über das gesamte Wochenende waren schätzungsweise knappe 500 Besucher auf dem Flugplatz und damit leider nur ein Bruchteil der Besuchermenge in den letzten Jahren. Auch wenn das diesjährige Flugplatzfest nicht die Erfolge der vergangenen Jahre erreichte so blickt der Verein doch positiv drauf zurück und freut sich schon auf das Flugplatzfest im nächsten Jahr.

8.10.2015 - Die Blicke richten sich wieder in den Himmel... (Marcel):

Die Vorbereitungen laufen in den letzten Zügen. Nach fast einem Jahr Planung und Vorbereitung steht das erste Septemberwochenende wieder ganz im Zeichen des Flugplatzfestes des LSV Osterode in Hattorf. Am 5. und 6. September werden wieder alle Augen in den Himmel über Hattorf gerichtet sein um sich die faszinierenden Vorführungen der Piloten an zu sehen.
Geboten wird wieder allerhand fliegerisches Können. So konnte, wie auch im letzten Jahr, das Acro-Team Meschede für Kunstflugvorführungen gewonnen werden. Diese Jahr kommen die Piloten sogar mit einer Maschine mehr. Damit warten die vier Doppeldecker mit insgesamt 1200PS auf. Das verspricht jetzt schon eine ordentliche Ladung Action, viel Rauch und das Brummen der Motoren. Ein besonderes Highlight ist der Formationskunstflug, welchen drei der vier Maschinen vorführen werden. Aber auch die Vereinsmitglieder zeigen, was sie im Cockpit drauf haben. Dabei werden sowohl Segelflugzeuge, als auch Motorsegler und Gyrocopter vorgeführt.
Desweiteren finden sich auf dem Flugplatz noch Oldtimer Flugzeuge der Typen Kranich, Baby und ein Schulgleiter SG38 ein. Bei günstigen Wetterbedingungen wird zum Abend auch wieder ein Heißluftballon auf dem Flugplatz erwartet.
Natürlich wird den Besuchern auch wieder die Möglichkeit gegeben an Rundflügen teilzunehmen. Je nach Lust und Laune können gemütliche Rundflüge sowohl mit dem Segelflugzeug als auch mit dem Motorflugzeug und dem Gyrocopter über die Region und den Harz gemacht werden. Wer es jedoch waghalsig mag, der kann sich auch mit den Kunstfliegern in ein Flugzeug setzen und sich mal die Welt aus den verschiedensten Perspektiven anschauen, sofern er bei Loopings, Turns und Rollen dazu noch in der Lage ist.
Für die kleinen Besucher gibt es wieder eine Hüpfburg, ein Kettenkarussel und kleine Modellflugzeuge. Damit wird das Fest auch für die Kleinsten ein Tag mit vielen Erlebnissen.
Auch kulinarisch wird für die Besucher einiges geboten. Von der Bratwurst mit Pommes bis hin zum selbstgebackenen Kuchen mit Kaffee sollte doch für jeden Geschmack etwas dabei sein. Ein weiteres Highlight des Flugplatzfestes ist die große Tombola welche mit tollen Preisen für Groß und Klein etwas bietet. Neben Fluggutscheinen zählen ferngesteuerte Helikopter zu den Hauptpreisen.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und das ganze noch bei freiem Eintritt. Los geht es am Samstag den 5. September. Der LSV freut sich auf ihren Besuch.


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